Was der Freiburger Gemeinderat lieber nicht diskutiert: Kostenexplosion bei Neubau der Kita des Verwaltungsrathaus

Kommentare & Glossen bei Radio Dreyeckland (alle zeigen)

Was der Freiburger Gemeinderat lieber nicht diskutiert: Kostenexplosion bei Neubau der Kita des Verwaltungsrathaus

Die anwesenden Stadträte in der 1. Freiburger Gemeinderatssitzung des Jahres 2016 strömten nach knapp 1 1/2 Stunden gerne zum Zivilehen-Empfang des OB. Die Unabhängigen Listen (UL, 7 Sitze) hatten ihre dissenting vote zum Geschäftsbericht des Stadtbauverbund (FSB/ FSI) lieber nur zu Protokoll gegeben - Begründung und Debatte auch bei Ihnen Fehlanzeige. Gelegenheit hätte es gegeben,  denn zumindest über die Wirtschaftspläne der städtischen Gesellschaften im Beteiligungsbericht (Stadtbauverbund/Messe-FWTM-Verbund/Stadtwerkeverbund mit VAG und Badenova) ABER auch den selbstständigen Einrichtungen (Theater, Neues Rathaus, Abwasser usw.) muss von den Gemeinderäten abgestimmt werden. Doch die Debatte zum 1. Tagesordnungspunkt fiel nicht zum ersten Mal aus.

Dabei gäbe es fiel zu bereden: Zum einem der notorische Verlustbringer FWTM. Bei dem steigen nur die Geschäftsführergehälter umgekehrt proportional zu den Umsätzen im weltweiten Messegeschäft. Bernd Dallmanns  2014 Privat-Inkasso mit 180.000 € wird 2015 nach demn peinlich verschwiegenen Bezügen seines zum 31.12.2014 ausgeschiedenen Kompagnon Klaus Seilnacht die 200.000 € Grenze übertreffen. Ein Konzept dem Defizit - (über  die 8 Mio €/Jahr)- Krösus Grenzen zu ziehen, ist nicht erkennbar. Vielmehr macht die Messe OTG jetzt auch kräftig Defizit und muss - so der mitbeschlossene Wirtschaftsplan - mindestens fünf Jahre jährlich  mit 800.000 € von Freiburgs Bürgerinnen durchgefüttert werden. (Dann kommt noch die Einlagenumschichtung der Rothaus AG in die neue Stadiogesellschaft dazu!)

Nicht der städtische Haushalt, sondern Freiburgs Stadtbau Mieterinnen und die der FSI finanzieren Fehlplanung im hohen Preissegment in Güntertal. Ein Klacks gegen die Defizite der Bäder und bei den Parkhäusern, die im Verbund erbracht werden.

Auch das sich Freiburg Stararchitekten leistet, die nicht mal nen Tiefbahnhof betriebssicher planen können, kommt erneut den- jetzt Freiburger - Steuerzahlerinnen teuer zu stehen:

"Der Bau der Kita wurde im April 2015 begonnen. Die aktuelle Kostenprognose des Projeksteuerers für die KITA geht von 500 T€ Mehrkosten aus."  Bei einem Gesamt-Bau volumen von 4,7 Mio € eine bemerkenswerte Steigerung. Noch toller aber die Ursachenneschreibung, die vom Starbüro beigesteuert wird: "Ursache sind vor allem die Vielzahl an Nachträgen des Rohbauunternehmers und die im Vergleich zur Kostenberechnung höheren Submissionsergebnisse. Zum Fertigstellungszeitpunkt kann derzeit keine belastbare Aussage getroffen werden, da im Gewerk Holzbau durch Feuchteeintrag während der Aufrichtung des zweiten Geschosses Probleme mit einer deutlich zu hohen Holzfeuchte entstanden sind. Derzeit lässt das GMF durch zwei Sachverständige beurteilen wie diese Schäden behoben werden können." Offenbar Fusch von Planung bis Bauaufsicht über die Ausführung!!   Aber der Hauptausschuss als Betriebsausschuss debattiert allenfalls im Geheimen!  

((kmm)