11. Sammelabschiebung nach Afghanistan: "Wenn die Ablehnungen aufgrund von veralteten Informationen erfolgen, sind sie fehlerhaft!"

"Wenn die Ablehnungen aufgrund von veralteten Informationen erfolgen, sind sie fehlerhaft!"

Demo gegen Abschiebungen Afghanistan Karlsruhe 2017-04-08 (20).JPG

Plakat auf einer Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan
Quelle: 
RDL/mc

Am gestrigen Montagabend fand wieder eine Sammelabschiebung nach Afghanistan statt. Dagegen protestierte erneut die flüchtlingspolitische Organisation Pro Asyl. Matthieu sprach im Punkt12 (also noch vor dem Abflug) mit Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl.

Im Interview geht es um die Abschiebung, um die Hinauszögerung des neuen Lageberichts des Auswärtigen Amtes zu Afghanistan, und um die Meldung, wonach immer mehr Menschen mangels Pass nicht abgeschoben werden können. Diese Meldung steht insofern mit der Abschiebung nach Afghanistan in Verbindung, als dass die Bundesregierung behauptet, "nur" Straftäter, Gefährder und "Identitätstäuscher" würden abgeschoben. Diesen dehnbaren Begriff der "Identitätstäuscher" und seine Irrelevanz bei Abschiebungen ordnet Günter Burkhardt im Interview ein.