Ver.di zu erneutem Streik: Wer mehr als 5 Tage krank ist, wird nach Irland einbestellt: Streik des Bordpersonals bei Ryanair

Wer mehr als 5 Tage krank ist, wird nach Irland einbestellt: Streik des Bordpersonals bei Ryanair

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Bleiben heute am Boden: RyanAir-Flugzeuge
Quelle: 
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?search=Flughafen+ryanair&title=Special:Search&profile=default&fulltext=1&searchToken=1qaf2y3e7549xy0qqup5i5cek#/media/File:Two_Ryanair_Boeing737.jpg
Wer das Fliegen vermeiden will, erntet oftmals erst einmal Mitleid für die vermeintliche Flugangst – und wenn das nicht der Grund ist, ein verständnisloses Kopfschütteln. Ganz schön verschroben, auf den Urlaub zu verzichten, wo Bahnfahren zu langwierig und/oder teuer ist. Aber da fängt das Problem schon an: Warum ist Fliegen überhaupt so billig? Aber neben dem hohen, subventionierten CO2-Ausstoß sprechen auch soziale Gründe gegen das Fliegen, insbesondere das mit Billigfluglinien wie Ryanair.

Ryanair hat sich erst nach länderübergreifenden Streiks im Dezember 2017 dazu durchgerungen, Gewerkschaften überhaupt anzuerkennen. Aber akzeptabel sind die Arbeitsbedingungen immer noch nicht. Daher begannen im August dieses Jahres erneute europaweite Streiks. Doch Ryanair blieb bei den Verhandlungen mit den Gewerkschaften stur, daher haben sowohl die Pilotinnen als auch die Flugbegleiter den Streik nun erneut aufgenommen. Letztere wurden von der vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di dazu aufgerufen, ab dem heutigen 28. September die Arbeit niederzulegen und statt dessen zu zentralen Kundgebungen an den Flughäfen Berlin-Schönefeld und Frankfurt am Main zusammenzukommen. Wir haben darüber mit Andreas Schackert gesprochen. Er ist Landesfachbereichsleiter Verkehr bei ver.di Baden-Württemberg.