Bisher ist das Festival filmtechnisch ganz schwach gestartet. Wes Andersons Moonrise Kingdom war eine ziemliche Enttäuschung. Einige doch recht gute Ideen und filmtechnisch brillant umgesetzt aber dafür absolut belanglos. Ein zwölfjähriger Junge bricht aus dem Pfadfinderlager auf einer kleinen Insel aus, um serine "große Liebe" am anderen Ende der Insel zu finden. Zu zweit fliehen sie in die Wildnis während ihre Verfolger ihnen dicht auf den Fersen sind. Daß für die heimlcihe Flucht ein Loch in die Zeltwand geschnitten wird, ist nur eine von den skurrilen Ideen in Wes Andersons ganz eigenem Universum. Leider dümpelt der Film aber ohne wirkliche Aussage vor sich hin. So richtig witzig, wie The Royal Tenenbaums ist er nämlich auch nicht. Für hartgesottene Anderson-Fans, die sich von seinem Universum bezaubern lassen möchten, mag der Film lohnen. Ich persönlich rate eher ab.
Wie bereits in den vergangenen Jahren sind auch dieses Jahr wieder 35mm-Redakteure unterwegs bei den wichtigsten Filmfestspielen der Welt, dem "Festival de Cannes". Noch ist das Festival offiziell nicht eröffnet, aber der Trubel auf der...
Das Internationale Trickfilmfestival Stuttgart geht ins 30. Jahr - und hat sich mittlerweile zu einer der weltweit wichtigsten Veranstaltungen im Animationsbereich gemausert. Vom 8. bis 13. Mai werden in Stuttgart wieder die Puppen auf den...
Der Regisseur Nuri Bilge Ceylan gilt als der Erneuerer des türkischen Kinos und konnte für seine bildmächtigen Werke bereits etliche internationale Preise einheimsen. Sein neuester Film "Es war einmal in Anatolien" ist mit kleinem Verleih...
Viele der Afrikaner, die nach Deutschland kommen, werden Opfer ihrer Wunschvorstellungen. Das verheißungsvolle Paradies wird für sie zur Falle, ihre Träume von Arbeit und Glück scheitern an der deutschen Bürokratie. Ohne Arbeitsstelle keine...
Ab Sonntag findet im Kommunalen Kino die Veranstalungsreihe "Scheuer Vogel Traum" statt. Im Mittelpunkt steht der italienische Künstler Tonino Guerra. Eine Ausstellung, drei Filme sowie eine Übersetzerlesung sind geplant. Ann-Christin Bolay...
Das 33. Filmfestival Max Ophüls Preis findet vom 16. bis 22. Januar 2012 in Saarbrücken statt. Es bezeichnet sich selbst als "das wichtigste Festival für den jungen deutschsprachigen Film". Es diente in seiner Geschichte schon vielen...
Heide Göttner hat drei Filme zu den Einsatzgebieten der Arbeit von Amica e.V. ausgewählt die am Dienstag, Donnerstag und Samstag im Kommunalen Kino laufen.
Am Samstag wird der Regisseur des Films "Mann von Welt " im friedrichsbau um 21:15 zu Gast sein. Aus diesem Anlass nocheinmal die Rezension von Martin Koch aus der 35 mm Redaktion.
Mit 'Bal-Honig' gewann der türkische Regisseur Semih Kaplanoglu den Goldenen Bären der Berlinale 2010. In ruhigen bildern erzählt er die Geschichte eines kleinen Jungen aus der anatolischen Provinz, dessen Vater, ein Bienenzüchter...
Mit 'Bal-Honig' gewann der türkische Regisseur Semih Kaplanoglu den Goldenen Bären der Berlinale 2010. In ruhigen bildern erzählt er die Geschichte eines kleinen Jungen aus der anatolischen Provinz, dessen Vater, ein Bienenzüchter...
Alea iacta sunt. Die Palmen von Cannes
sind vergeben und es gab einige Überraschungen. Es wäre ja
auch langweilig, wenn es immer den Prognosen gemäß laufen
würde, dann könnten die Filmkritiker ja gleich die Jury
bilden anstatt ihren eigenen Job zu machen. Apropos Job machen: seit
gestern abend muss ich mich wie ein Arbeitsverweigerer fühlen,
zumindest ein bisschen. Denn ich habe es getan und den Film aller
Filme dieses Festivals nach gerade mal einer halben Stunde verlassen.
Die Rede ist vom Gewinner der Goldenen Palme „Onkel Bonmee“ vom
thailändischen Geheimtipp mit dem Zungenbrecher-Namen
Apichatpong Weerasethakul.
“Blue Valentine” des amerikanischen Regisseurs Derek Cianfrance (Jahrgang 1974) mit einem cool-abgewrackten Ryan Gosling mit 70er-Jahre-Sonnenbrille (als Dean) und einer ebenfalls sehr...
Nach einer recht interessanten Konferenz ueber das europaeische MEDIA-Programm und die Chancen und Probleme der europaeischen Filmfoerderung, zu der die zustaendige EU-Kommissarin fuer Bildung und...
In grosser Runde beginnen wir den Tag mit einem weiteren Film des Wettbewerbs, und mit einem der ganz grossen Namen in Frankreich: Bertrand Tavernier, der mit Volker Schloendorff zusammen auf der...
“Kaboom” – der Abend hat gerockt! Bumm Krawumm Bang Bang haette der Film auch heissen koennen, der in der „Seance de Minuit“ im ehrwuerdigen Palais, Salle Lumiere gezeigt wurde.
Keine grosse...
Draußen ist verdammt weit weg Philipp Kochs knallharter Knast-Psychothriller „Picco“ Von Martin Koch
„Wenn ich sterbe, komme ich in den Himmel, denn in der Hölle war ich vorher schon“. Das ist einer von vielen Schriftzügen, der die schmutzigen Wände des Jugendgefängnisses in diesem Film ziert. Was schauderhaft klingt, sind die einzigen Worte, die den jungen Insassen in ihrem trostlosen und immer wieder von schockierenden Erlebnissen durchzogenen Alltag einen Ansatz von Trost spenden. „Hör auf, an draußen zu denken! Wir sind sowieso am Arsch und können jetzt machen, was wir wollen“, sagt der länger einsitzende Marc (Frederick Lau) dem Neuling Kevin (Constantin von Jascheroff). Worte, die den durch eine Unbeherrschtheit im Suff einsitzenden Kevin zu einer furchtbaren Tat treiben werden.