Ich muß zugeben, bisher hat mich das Festivalfieber noch nicht so richtig gepackt. War ich in den letzten Jahren nach einem halben Tag in Cannes bereits mittendrin, habe alles andere ausgeblendet und abgeschaltet und bin von einem Film zum...
Fünf Kinder von Immigrierten, die Kultur und Zugehörigkeit neu definieren. Ihre Geschichte erzählt der Film With wings and roots. Sie spielt in Berlin und New York und handelt unter anderem von Staatsangehörigkeit. Diese eröffne Türen...
Letztes Wochenende erreichten Bilder der Gewalt in Ägypten wieder einmal die ganze Welt. In Kairo kam es zu heftigen Gewaltausbrüchen zwischen Christen und Muslimen. Meistens aber schweigen die westlichen Medien zur herrschenden...
Update: Wie Michael Wiedemann am Sonntagvormittag RDL gegenüber erklärte, sei noch am Freitagabend der "mit Täuschung" erwirkte Mietvertrag gekündigt worden. Dies hinderte Pius-Brüderanhänger nicht, Polizeischutz für die Bepöbelung ihrer...
Kathryn Bigelow (Blue Steel) hat nach ihrem oscarprämierten Kriegsdrama Hurt Locker über ein us-amerikanisches Kommando zur Entschärfung von Bomben im Irak nun einen Film über die Erschießung Osama Bin Ladens gedreht. Der Film hat in den...
Die Filmfestspiele in Cannes sind vor einer guten Woche zu Ende gegangen. Naturgemäß habe ich es nicht geschafft, alle 22 Wettbewerbsbeiträge oder auch nur annähernd die Hälfte der Filme im Certain Regard zu schauen. Aber von den Wettbewerbsfilmen habe ich immerhin 12 gesehen und, was bemerkenswert ist, bis auf einen waren sämtliche Preisträger dabei.
Hier zunächst eine Übersicht der prämierten Filme bzw. Darsteller/innen:
Beste weibliche Hauptdarstellerin: Cosmina Stratan und Cristina Flutur in Dupã Dealuri (Beyond the hills) Dieser Preis ging zu gleichen Teilen an die beiden Hauptdarstellerinnen aus Cristian Mungius extrem sehenswerten (wenn auch sehr langem) Drama. (Cristian Mungiu wurde im übrigen 2007 für seinen Film Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage in Cannes mit der goldenen Palme ausgezeichnet.)
Grand Prix: Matteo Garrone für Reality Der Grand Prix geht an den originellsten Wettbewerbsfilm beziehungsweise jenen, der den größten Forschergeist aufweist. Ursprünglich hatte der Grand Prix denselben "Wert" wie die Goldene Palme und zeichnete des besten Film in der Kategorie «art et essai» aus (während mit der Goldenen Palme Filme ausgezeichnet wurden, die eher einem Massenpublikum zugedacht waren). Doch konsequent umgesetzt wurde diese Unterscheidung nie und heute gilt der Grand Prix definitiv als weniger wichtig als die Goldene Palme.
GesternAbend lief im Strandkino (wo auch sonst?) Steven Spielbergs Kultklassiker Jawsüber einen weißen Hai, der einen kleinen Badort auf einer US-amerikanischen Insel in Angst und Schrecken versetzt. Nicht nur wegen der potentiellen Opfer...
Da es anhand der Unmenge neuer Filme renommierter Regisseure und Filmemacherinnen nicht nur schwierig ist, selbst den Ueberblick zu behalten, sondern auch bei einem vollen Festivalkalender kaum moeglich ist, Euch von allen hier gesehenen Filmen zu berichten, haue ich heute einfach mal ein paar schnelle Kurzkommentare zu meinen Heiligen, aeh, Filmen der letzten Tage raus... Also:
- "Interview with a Hitman", Regie: Perry Bhandal Fieser kleiner Thriller aus Grossbritannien ueber einen skrupellosen, aber irgendwie doch sympathischen Auftragskiller in Rumaenien, der von einem lokalen Mafiaboss adoptiert wurde und dort das Handwerk des Toetens von der Pieke auf gelernt hat... Wie so oft in diesem Genre blickt er irgendwann hinter die finsteren Kulissen und wendet sich aus Notwehr, um sein Leben zu retten, gegen seinen Ziehvater und dessen Intrigen... Sehr hart, sehr brutal, aber irgendwie nicht viel mehr. Trotz zweier ordentlicher Hauptdarsteller (Luke Goss und Caroline Tillette - die seinerzeit sogar in "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" mitgespielt hatte - und trotz solider Bilder doch eher billige Unterhaltung fuers TV (aber fuer dieses dann wiederum viel zu brutal). Kein offizieller Festivalfilm, sondern ein Market-Screening, also ein Film, der international den Verleihern zum Kauf der Rechte angeboten wird.
Der Medienrummel hier ist enorm, es sind Tausende von Journalisten akkreditiert, und Unmengen von Fotografen und TV-Teams... Und alle brauchen taeglich Stoff...! Den gibt es angesichts der Unmengen an Filmen hier zweifellos zur Genuege... Aber ich glaube, fuer die meisten meiner Kollegen ist der Promi-Faktor und der Glamour wichtiger als die Filme.
Das soll nicht ueberheblich klingen - wenn ich eine Akkreditierung von einem Boulevardblatt oder einer der gelben Friseurzeitschriften hatte, wuerde ich vermutlich auch sechs Stunden am roten Teppisch stehen, die Kamera in der hand, statt mir in der Zeit drei neue Filme anzusehen... So hat eben jede/r seinen/ihren Job...
Termin: Freitag, 9. März um 19:30 Uhr im Kommunalen Kino, Urachstr. 40, Freiburg - der Eintritt ist frei. Für Interessierte besteht anschließend die Möglichkeit zum Austausch mit Mitarbeiterinnen von "Frauenhorizonte". Bettina Patzelt von...
Die vielfältigen Beziehungen der Deutschen zum Mond offenbaren Skurriles, Seltsames und Abgründiges. Der Dokumentarfilm-Regisseur Thomas Frickel schickte rund 15 Jahre nach seinem bereits legendären Film "Deckname Dennis" erneut einen...
Das 33. Filmfestival Max Ophüls Preis findet vom 16. bis 22. Januar 2012 in Saarbrücken statt. Es bezeichnet sich selbst als "das wichtigste Festival für den jungen deutschsprachigen Film". Es diente in seiner Geschichte schon vielen...
Malte Marwedel vom Arbeitskreis Kritiscehr Juristen zum Film "Fritz Bauer - Tod auf Raten". Bauer, der als verfolgter Soziademokrat und Jude nach 1945 remigrierte und als Hessischer Generalstaatsanwalt gegen dne anhaltenden Widerstand der...
Wer Schlingensief am Anfang seiner Karriere für seine bösen durchgeknallten Filme bewundert hat, der hatte es am Ende nicht immer leicht mit ihm und seiner Theaterarbeit. Wer nur den Schlingensief aus Bayreuth oder seinem Opernhausprojekt...
Der Tübinger Regisseur Marcus Vetter war eigentlich in Jenin im Westjordanland, um einen Dokumentarfilm zu drehen über Ismail, einen palästinensischen Vater, dessen 11-jähriger Sohn von israelischen Soldaten getötet worden war ... - und der...
Bei der Berlinale wurde Oskar Roehler für seinen neuen Film 'Jud Süß Film ohne Gewissen' mit Moritz Bleibtreu als Goebbels ausgebuht. Dabei war Roehler mutig genug, sich gegen den opportunistischen Realismus von Filmen wie der 'Untergang'...
“Blue Valentine” des amerikanischen Regisseurs Derek Cianfrance (Jahrgang 1974) mit einem cool-abgewrackten Ryan Gosling mit 70er-Jahre-Sonnenbrille (als Dean) und einer ebenfalls sehr...
Nach einer recht interessanten Konferenz ueber das europaeische MEDIA-Programm und die Chancen und Probleme der europaeischen Filmfoerderung, zu der die zustaendige EU-Kommissarin fuer Bildung und...