Revisionsprozess im Fall Ahmed H und die EU-Grenzpolitik: 10 Jahre unter dem ungarischen Anti-Terrorgesetz völlig unverhältnismäßig

10 Jahre unter dem ungarischen Anti-Terrorgesetz völlig unverhältnismäßig

röszke.jpg

Banner: "Fleeing War is not Terrorism, dehumanising people is!"
Solidaritätsbanner zum Fall Ahmed H
Quelle: 
Komitee für Grundrechte und Demokratie

Als die Rözske 11 wurden 2015 elf Flüchtlinge bekannt, welche bei Unruhen an der serbisch-ungarischen Grenze willkürlich aus der Menge gepickt und verhaftet wurden.10 der elf sind inzwischen frei, doch einer von ihnen, Ahmed H, wurde im November 2016 zu 10 Jahren Haft verurteilt. Am 8., 10. und 12. Januar 2018 soll nun ein Revisionsprozess stattfinden.

Wir fragten Britta Rabe vom Komitee für Grundrechte und Demokratie, welches den Fall beobachtet, wie es dazu kam, das Ahmed H zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde.

---

Ahmed H sitzt nun schon seit zwei Jahren wegen fadenscheiniger Begründungen in Ungarn in Haft. Er kann zur Zeit keine Briefe oder Besuche erhalten und nur mit Verwandten telefonieren.
Wenn ihr mit Ahmed Solidarität zeigen wollt, schlägt Britta Rabe vom Komitee für Grundrechte und Demokratie im Interview mit Radio Dreyeckland vor, den Fall bekannter zu machen und dabei auch auf die Rolle der EU hinzuweisen und ihn nicht als einen Einzelfall aus dem fernen Ungarn zu betrachten.
Hier noch der Hinweis auf eine Petition von Amnesty International welche Freiheit für Ahmed H fordert.