955 Städtische Wohnungen mit Sanierungsstau von 90 Millionen

955 Städtische Wohnungen mit Sanierungsstau von 90 Millionen

Die 955 städtischen Wohnungen, die die Stadt an die FSB vollkreditfinanziert für 52,84 Mio.€ incl. Grundstücken verkaufen will, weisen einen Sanierungsstau von ca. 90 Mio € auf . Dies geht aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der CDU hervor.
Die Stadt behauptet weiter, aus den aktuell 4,5 Millionen Mieteinnahmen (Durchschnittliche qm Mieten 6,15 €) für die Wohnungen jährlich im Schnitt der letzten 5 Jahre 1,54 Mio € Instandhaltungs- und -setzungsaufwand geleistet zu haben. Bei Nebenkostenaufwendungen von 1,9 Mio € zumindest verwunderlich.
Erstaunlich bleibt, wie angesichts dieses hohen Sanierungsbedarf und eines aus Mieten erbrachten Instandhaltungsaufwandes von 1,2 Mio - vorläufiger Wirtschaftsplan der FSB - die Stadt auf die Idee kommt die Grundstücke mitübergeben zu sollen.
Besser wäre stattdessen, das Instrument Erbaurecht einzusetzen. Gegen eine Sozialbindung und Sanierungsverpflichtung könnte dann im Wirtschafts- und Finanzplan eine Sanierung mit KfW Mitteln -nach Standard KfW 55: je Einheit 75.000 € zu einem Zinsatz von 1% und 1 % Tilgung - modellhaft eine warmietenneutrale Sanierung des Bestandes binnen 10.Jahren eingeleitet werden. Hierfür kann die Stadt ihren Erbbauzins von 4 auf 2 % reduzieren - was Teil ihrer baulandpolitischen Grundsätze sein könnte.

update (19.3.12): Das Bürgermeisteramt hat inoffiziell seinen Leitenden Verwaltungsdirektor Meier vom ALW korrigiert. Die Stadt könne keine präzisen Angaben machen ausser dem Aufwand von ca. 1065 € qm. Bei 61.000 qm Wohnfläche macht das immerhin auch ca. 63 Mio € ,zumindest aber wohl ca.50 Mio € unter der Annahme, das zumindest ein Teil saniert wurde. Die Frage bleibt, warum ein Leitender Stadtverwaltungsdirektor so einen Unfug verbreiten kann.
(kmm)