Auch Handelspolitik ist Klimapolitk

Auch Handelspolitik ist Klimapolitk

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Quelle: 
Martina Backes

Autos gegen Fleisch und Soja – so lautet die inoffizielle Version des Handelsabkommens zwischen den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay und den Mitgliedsstaaten der EU. Den Schutz des Regenwaldes, die Rechte von Indigenen und bäuerliche Interessen haben die Verhandelnden offenbar „vergessen“.

Obwohl das Abkommen schon seit 20 Jahren verhandelt wird, haben erst die kürzlich entstandenen Bilder von brennenden Amazonaswäldern dazu geführt, dass beteiligte VertreterInnen – zum Beispiel aus Frankreich und Irland – zumindest über die problematischen Klimafolgen des Abkommens nachdenken. Als Folge von größeren Sojafeldern und Rinderherden werden auch die Indigenen weiteren Verfolgungen und Vertreibungen ausgesetzt. Wir haben mit Bettina Müller, Referentin für Handels- und Investitionspolitik bei PowerShift, und mit Nikolaus Geiler von „Energiehunger? Nein danke!“ gesprochen, um mehr über die wirtschaftlichen Kalküle hinter dem quasi fertig verhandelten Abkommen zu erfahren - und über die Risiken für Menschen und Natur.