PUA-2 BW zu NSU aus der 3. Sitzung: Der Zeuge Reinhard Kiefer übt sich im Storytelling und die Zahnärztin Dr. Baum (AfD) bohrt im verschwörungstheoretischen Wurzelgewebe

Der Zeuge Reinhard Kiefer übt sich im Storytelling und die Zahnärztin Dr. Baum (AfD) bohrt im verschwörungstheoretischen Wurzelgewebe

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Auf den Spuren der großen Verschwörung
Quelle: 
RDL/kmm

Dreimal schon konnte der ehemalige Zivilbeschäftigte Kief. der 66. Military Intelligence in Hanau der US-Army seinen Auftritt vor dem Untersuchungsausschuss zum NSU und seinen Verbindungen der Zeugenaussage entgehen. Diesmal besorgte der Ausschussvorsitzende und die Landtagsverwaltung extra einen DRK Krankenwagen, um seine Aussage sicherzustellen.
Der Zeuge will nicht erst 2011 nach der Selbstenttarnung des NSU - als er das BKA informierte und am 1.12.11  aussagte - sondern bereits 2007 am 27.4.2007 dem BKA per email eine Pausenbegebenheit über ein Gespräch zweier Specialforces an seiner Dienststelle in Hanau weitergegen haben. In diesem hätten sie auf Heilbronn und Aktivitäten im Zuge einer Operation am Tattag der Ermordung von Michéle Kiesewetter in Heilbronn am 25.4.07 auf islamistische Terroristen  erwähnt. Unglaubwürdig sei für Ihn, der damals in die Untersuchungen zu der "Sauerland Gruppe" involviert gewesen sei, die Erwähnung von Melvüt K., dem angeblichen Zünderbeschaffer  für die TATP Bombe der Gruppe, weil der ja damals in der Türkei weilte. Dort sei er ja von dem Herrn Schneider aus der Sauerlandgruppe auch im Mai/Juni 2007 aufgesucht worden. Wichtig war es trotzdem, deshalb seine email an das BKA bereits m 27.4.2007. Diese war dort aber  nicht mehr auffindbar und er konnte auch keinen Ausdruck präsentieren.

In der knapp zweistündigen Aussage/Befragung reihte sich zwar eine Story an die andere - wie die Schwangerschaft  seiner Frau, die glücklicherweise die Ermittlertätigkeit für den Internationalen Gerichtshof in Sebrinica verhinderte, seine Anstellung mit weiteren Zivilangestelllten zur Spionageabwehr (Prioritäten: 1. Rechte 2. MCs und Gangs 3. linke Demos) zum 1.8.2001 und damit eine Erhöung des Zivilpersonals der 66.MI um 40 % noch vor den 9/11 Anschlägen, Querelen um die Personalvertretung, gute und schlechte militärische Vorgesetzte incl. Fälscher usw. usf.. In den Kernpunkten: ein für Ihn unglaubwürdiges Gespräch zweier Specialforces zu Heilbronn am 26.4.07, BKA Info am 27.4.07 und Negierung , das er ein - hochwahrscheinlich gefälschten - Observationsbericht eines SIT  an den Stern vermittelt hat, blieb er jedoch schillernd dezidiert.

.Die Stories zu seinen Aufgaben bei den Amerikanern, seiner Anwerbung und der Sauerlandgruppe fand jedoch eine zur Eloquenz in der Befragung neue Höhen erreichende MdL. Die Zahnärztin Dr. Braun (AfD) liess sich explizit das Wurzelgeflecht der Verschwörungstheorien ausdrücklich mit bohrenden Nachfragen bestätigen: ja die"Amis" wußten von 9/11, sonst wären die deutschen Zivilbeschäftigten nicht aufgestockt worden bereits zum 1.August. Ja die Sauerlandgruppe sei geframt worden an der langen Leine geführt...wohl um die Abhörgesetze zu legitimieren.. (Teilbefragung 1 Std 17Min 52- 27)

Da dürfte der Echoraum im AfD-Umfeld aber mal wieder gnadenlos heiss laufen, denn mit dem parlamentarischen Brauch der Obleute, die Ergebnisse des Tages vor den Medien zu besprechen,  hält es Dr. Christina Braun nicht so.

s.a. NSU Watch- Bericht