Hinweise auf Mittäter beim Mord an Walter Lübcke

Hinweise auf Mittäter beim Mord an Walter Lübcke

Nach Informationen des NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung gibt es eine Zeugenaussage, die für mehr als einen Täter spricht. Der Zeuge ist ein ehemaliger Bundeswehrsoldat, der angibt, in der Nacht in Lübckes kleinem Wohnort einen Schuss gehört zu haben. Etwa 20 Minuten später seien zwei Autos aggressiv durch den Ort gefahren, nachdem sie sich anscheinend zuerst verfahren hatten. Der Zeuge konnte nur eines der Autos beschreiben und zwar als einen VW-“Caddy“. Der in Untersuchungshaft befindliche Stephan E. fuhr einen auf seine Frau zugelassenen VW-“Caddy“. Auf Stephan E. waren die Ermittler durch eine DNA-Spur gekommen. Die Spur wurde auf der Terrasse gefunden, auf der Lübcke erschossen wurde. Sie stimmte mit einer in einer Datenbank gespeicherten Spur des Tatverdächtigen Stephan E. überein. Der 45-jährige ist wegen Gewalttaten mit rechtsradikalem Hintergrund vorbestraft. Unter anderem wurde er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er als 20-jähriger einen Bombenanschlag auf ein Flüchtlingsheim verübt hatte.

 

Auch in dem Haftbefehl für Stephan E. Soll von Hinweisen auf „Mittäter oder Mitwisser“ die Rede sein. Es ist jedoch unklar, ob sich dies auf die Aussagen des ehemaligen Bundeswehrsoldaten oder auf weitere Spuren bezieht.