Stippvisite eines Ministers: Lucha will um keinen Preis kostenlose Abgabe von FFP-2 Masken an Alle

Lucha will um keinen Preis kostenlose Abgabe von FFP-2 Masken an Alle

002.JPG

Schlange im Schnee am Freiburger Zentralen Impfzentrum zum oder egen Minister Besuch
Lizenz: 
Keine (all rights reserved)
Quelle: 
KMM/RDL 2021

Kurz vor Ende der ersten dreiwöchigen Erst-Impfkampagne  kam der grüne Arbeits-Sozial- und Gesundheitsminister, Manne Lucha über den verschneiten Schwarzwald nach Freiburg in das Zentrale Impfzentrum an der Neuen Messe Freiburg. Dieses Impfzentrum hat zusammen mit 5 mobilen Impfteams eine Kapazität von täglich 2.000 Impfungen. Nach Bekundungen der Verantwortlichen haben in den 17 Tagen aber erst insgesamt 8.000 Personen (statt der aufgebauten Kapazität für 34.000 Impfungen in diesem Zeitraum) geimpft werden können.1:20

Fehlender Impfstoff ist dabei die zentrale Schranke. Lucha sagte Biontech-Pfizer sei eine ganze Produktionsstrecke "verdorben" worden. So kam es im Land zu nur knapp 80.000 Impfungen.
Wie TAZ Redakteur Malte Kreuzfeld (https://twitter.com/MKreutzfeldt) in dieser Woche u.a. recherchierte,  wird jeweils wöchentlich bis Ende Februar 87.500 Impfdosen des schwerhandhabbaren Biontech Impfstoffes geliefert werden. Hinzu kommen nach dem ImpfRolloutPlan  des BundesGesundheitsMinsteriums Dosen von Moderna, die just an diesem 14.1.21 im Freiburger Impfzentrum erstmals ankamen.
Bis Ende Februar soll die Anzahl der Moderna Impfdosen über 30.000 auf 90.000 wöchentlich gesteigert werden. Vor dem Hintergund, daß 50 % der Impfdosen für die zweite  Dosis - in Freiburg beginnt die Verimpfung der 2. Dosis am Sonntag - auf Ministerweisung zurückgehalten werden, unterschreiten selbst noch Ende Februar  die zu Verfügung  stehenden Impfdosen die Impfkapizitäten von 240.000/ Woche um 60.000 in Baden Württemberg !

Minister Lucha verweigerte jedoch jede klare Auskunft, wie der von ihm als Schlüssel der Pandemiebekämpfung bezeichnet Impfplan noch realistisch im Wettlauf mit den viel transmissiveren Varianten aus Südafrika und England des Sars-Cov-2-Virus so noch die Tür gegen die Pandemie verschlossen werden kann.
Dies wird dort jedoch dort grob fahrlässig, wo Minister Lucha selbst die kostenlosen Abgabe von FFP-2 Masken - z.B.  an alle  die auf Kontakte mit anderen Menschen nicht verzichten können - unmissverständlich auf RDL-Frage verneinte.1:48
Denn von einer Stillegung von Produktionabläufen z.B bei Daimler  und Audi oder einer Befreiung zur Arbeitspflicht in Produktionsstätten und Büros sagte er jedenfalls nichts.

Positiv ist für Baden-Württemberg zu vermelden, daß die Ministeriumsvorgabe 80 % des Impfstoffs an die priorisierten über 80Jährigen zu verimpfen, nach RKI und Siko im gegensatz zuBayern umgesetzt wird: Rund 44.000 Erstimpfungen gingen an zu Hause lebende, knapp 13.000 an in Alten- und Pflegeheimen lebende Ältere. Der Rest an Gesundheits- und Pflegeberufe.
Wie Regierungspräsidentin Schäfer bekannt gab, ist aber nur eine von 23 Alten - und Pflegeheimen in Freiburg selbst durch ein mobiles Team geimpft worden. OB Martin Horn bestätigte RDL, daß der - wohl verlängerungsbedürftige - Betrieb des Zentralen Impfzentrums Freiburg bis zum Schluß finanziell vom Land getragen werde
Das RKI gab an diesem Donnerstag (14.1.2021) die höchste Todesanzahl von 1.244 Covid-Verstorbenen in der BRD bekannt. Dabei sank der Altersdurchschitts der Verstorbenen auf Mitte 60. Die Tages-Todeszahlen  im Verhältnis zur Bevölkerung übertrafen mittlerweile wiederholt im Januar die Rekordzahlen der USA. (kmm)