Chemnitz 27.08.2018: Machtdemonstration der Nach-45er-Nazis in Chemnitz

Machtdemonstration der Nach-45er-Nazis in Chemnitz

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Der AfD-Hinterbänkler Stauch im NSU-UA (links oben)
Quelle: 
RDL

Über 5.000 Nazis aus Freien Kameradschaften, Hoolszenen, braune Fight-Clubs und  Türsteher und "Security"-Szenen wie auch Kleinst-Parteien in Uniform, inklusive Gefolge demonstrierten am 27. August 2018 in Chemnitz ihren unverhohlenen  Machtanspruch. Hitlergrüße und Nazislogans, gewalttätige Angriffe auf alle politischen Gegner, eine gehetzte Polizei, waren die Methoden der zweitägigen Randale Gangs. Sie unterstrichen den Anspruch  Chemnitz für sich in Besitz nehmen zu wollen. Ein längst unverhohlener Anspruch, den das Chemnitzer rechte Plenum organisatorisch realisisierte und Pro Chemnitz bemäntelte.
Makaber, dass ausgerechnet der Messer-Totschlag am frühen Morgen des 27.8.18 eines gegen die Nazis eingestellten 35 jährigen Bürgers mit einem kubanischen Elternteil, den Nazivorwand für die Machtdemonstration lieferte.  
Der AfD Landtagsabgeordnete Hans-Peter Stauch in Baden-Württemberg bewertete gar das Event als das Fanal zur Durchsetzung seiner völkisch-hegemonialen (Stimmungs-)Wende in Deutschland, bei dem er vor Ort dabei sein durfte. Weitere AFD Kreisverbände bedrohten z.B. die Tagesthemen-Redaktion mit "Rechenschaft" nach der "Revolution".
Eigentlich längst Zeit gegen diesen Nazihaufen und seine Exponenten das Verbotsverfahren auch für alle Nachfolgeorganisationen einzuleiten. Da aber die Ostverbände der CDU nach Österreich-Vorbild mit der AfD erkennbar, selbst als deren Juniorpartner, koalieren wollen, ist dieser energische Einsatz für Menschenrechte und Demokratie, gegen die erneute Errichtung einer nazistisch-völkischen Diktatur, nicht zu erwarten.

In unserer kleinen Collage hört ihr die Einschätzung des grünen Jürgen Kaseck, einen live Bericht zum Nazidemobeginn und das Eingeständnis des Polizeisprechers, dass ihre angeblichen Fehleinschätzungen Naziangriffe ermöglichte und Festnahmen der Nazi-Schlägerbanden nicht stattfanden.

(kmm)