Amoklauf 2016 in München: Neue Akten belegen rechtsextremes Motiv mehrerer Beteiligter am Amoklauf 2016 in München

Neue Akten belegen rechtsextremes Motiv mehrerer Beteiligter am Amoklauf 2016 in München

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Trauernde Personen am Gedenkort für die Toten des Amoklaufs am 22. Juni 2016
Trauernde am Gedenkort für die von David S. ermordeten Menschen
Quelle: 
Guido van Nispen (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2016_Munich_shootings_memorial_01.jpg), „2016 Munich shootings memorial 01“, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode

Am 22. Juli 2016 tötete der 18-jährige Schüler David S. in München neun Menschen bei einem Amoklauf. Als er von der Polizei gestellt wurde, erschoss er sich selbst.

Der 22. Juli war kein zufälllig gewähltes Datum. Am selben Tag hatte fünf Jahre zuvor der rechtsextreme Anders Behring Breivik in Norwegen 77 Menschen getötet. Bei David S. fanden sich viele Hinweise darauf, dass er sich Breivik zum Vorbild genommen hatte.

Der Münchner Rechtsanwalt Yavuz Narin vertritt die Nebenklage der Familien einiger Opfer des Amokläufers, dessen Motivation vom offiziellen Bericht der bayerischen Polizei nun auf Mobbing durch türkisch- und arabischstämmige Mitschüler reduziert wird.