Protürkische Miliz ermordete kurdische Politikerin in Syrien

Protürkische Miliz ermordete kurdische Politikerin in Syrien

Am 12. Oktober starb die syrisch-kurdische Politikerin Hevrin Chalaf zusammen mit ihrem Fahrer und anderen Personen an einem Checkpoint der sogenannten Syrischen Nationalen Armee (SNA). Die SNA wird von der Türkei ausgebildet, bewaffnet und bezahlt. Der arabische Dienst der BBC hat nun die Umstände des Todes von Hevrin Chalaf genauer untersucht. Die BBC kommt zu dem Ergebnis, dass Chalaf geziehlt ermordet wurde.

 

Einige Tage zuvor hatte der US-Präsident Donald Trump der Türkei grünes Licht für den Einmarsch in Nordsyrien gegeben, angeblich um Terrorismus zu bekämpfen. Hevrin Chalaf wusste anscheinend nicht wie weit die Söldner der Türkei schon vorgedrungen waren. Ihr Auto benutzte eine Straße, die in etwa 30 km Abstand parallel zur Grenze verläuft. Dort traf traf sie überraschend auf einen neuen Checkpoint. Das Fahrzeug wurde mit Schüssen gestoppt. Die BBC benutzte nun ein Video von der Situation danach. Als die Männer zu dem Auto kommen, ist die Stimme einer Frau zu hören, Hevrins Mutter hat sie als die Stimme ihrer Tochter wiedererkannt. Später wird gezeigt wie mehrfach auf eine am Boden liegende Person geschossen wird. Hevrin Chalafs Leiche wies 20 Schussverletzungen auf. Ein Bauer aus der Gegens bestätigte gegenüber der BBC den Mord.

 

Hevrin Chalaf gehörte der Partei Zukunft Syriens an. Sie warb für einen demokratischen Staat ohne ethnische Unterschiede, wie sie die pro-kurdischen Parteien machen. Die BBC macht für ihren Tod eine Untergruppierung der sogenannten Syrischen Nationalen Armee verantwortlich, die sich „Die Freien des Ostens“ nennt.