Aktionstage gegen Abschiebelager in Ingolstadt: Sonderlager für Flüchtlinge vom Balkan und aus der Ukraine

Sonderlager für Flüchtlinge vom Balkan und aus der Ukraine

Ingolstadt ist neben Bamberg einer der Standort der sogenannten Abschiebe- und Rückführungseinrichtungen (kurz ARE) in Bayern. Darin werden Flüchtlinge untergebracht, die im migrationspolitischen Neusprech "keine Bleibechancen" haben, d.h. denen aufgrund politisch verordneter Kategorien pauschal das Recht auf Asyl verweigert wird. Sie sollen bis zu ihrer Abschiebung in den Erstankunftszentren bleiben, während für andere immerhin - zumindest dem Gesetz nach - eine Höchstgrenze von 6 Monaten für die Aufenthaltsdauer gilt. Diese Regelung gilt bundesweit, doch in Bayern wurde sie besonders früh und besonders konsequent mit den "ARE" als regelrechten Sonderlagern umgesetzt. Gegen die "ARE" wendet sich mit den „Aktionswochen gegen Abschiebelager“  vom 2. -14. März ein Bündnis aus zahlreichen Organisationen, u.a. das Netzwerk alle bleiben und der Bayerische Flüchtlingsrat. Wir haben mit Lisa vom Flüchtlingsrat gesprochen und zunächst gefragt, inwiefern man tatsächlich sagen kann, dass der Zweck der Zentren in Ingolstadt und Bamberg Abschiebung ist.