Ver.di BW zum Tarifergebnis für den öffentlichen Dienst der Länder: Zum ersten Mal Mindestbeträge für niedrigste Einkommen und Zusätzliches für Pflegekräfte durchgesetzt

Zum ersten Mal Mindestbeträge für niedrigste Einkommen und Zusätzliches für Pflegekräfte durchgesetzt

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Protest von Ver.di im Pflegebereich im Jahr 2018
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Foto: RDL

Gewerkschaften und öffentliche Arbeitgeber kamen in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder am Wochenende zu einem Ergebnis. Die Gewerkschaft Ver.di Baden-Württemberg gab Einzelheiten zum Kompromiss bekannt.

Insgesamt hätten die Gewerkschaften und ihre Mitglieder mit zahlreichen Warnstreiks erkämpft, dass die Gehälter der öffentlich Beschäftigten im Gesamtvolumen um 8 Prozent bis in knapp 3 Jahren ansteigen. Für die Menschen in den niedrigsten Einkommensgruppen soll der Gehalt in diesem Zeitraum um mindestens 240€ steigen.

Azubis bekommen auf 2020 100€ mehr im Monat als bislang sowie einen weiteren Tag Urlaub im Jahr. Damit verfügen sie wie alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes über 30 Tage Urlaub jährlich. Für BerufseinsteigerInnen steigt das Gehalt gestaffelt bis Okt 2020 um 11 Prozent.

Pflegekräfte bekommen zusätzlich zu diesen vereinbarten Erhöhungen 120€ mehr monatlich und ihre Entlohnung orientiert sich künftig an der grosszügigeren Pflege-Tabelle.

Matthieu sprach mit Andreas Henke, dem Pressesprecher der Gewerkschaft Ver.di Baden-Württemberg und fragte ihn zunächst, wie sehr er mit dem Ergebnis der Tarifverhandlungen zufrieden ist.