Ech Oida 28.05: Briefe aus Sibirien: Ein Audiotour durch Kunsträume in jetzt abgeschlossenen Weltgegenden 2

Briefe aus Sibirien: Ein Audiotour durch Kunsträume in jetzt abgeschlossenen Weltgegenden 2

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Poträt Sacha Kurmaz Photo: Sacha Kurmaz
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19:56

Die Sendereihe ist bestrebt, den empathischen Austausch mit Künstler*innen aus aller Welt weiterzuführen. Künstler*innen berichten aus den Orten, an denen sie jetzt isoliert sind. Heute führt Sascha Kurmaz auf einer Audiotour durch sein Atelier in Kiew.

(s. English translation below )

(DE) Sascha Kurmaz ist ein Fotograf und Street-Art-Künstler aus der Ukraine. Er wurde 1986 in Kiew geboren und studierte an der Kiewer Akademie für Bildenden Künste und Architektur. In der Punkkultur aufgewachsen hat er mit 15 als Graffitikünstler unter dem Spitznamen Homer angefangen. Er beschäftigte sich dann mit Fotografie und wurde als ein der besten jungen Fotografen international ausgezeichnet. Kritiker sagen, Sascha Kurmaz verwende die Kamera wie eine Sprühdose. Fotografie ist für ihn nur ein Instrument, um das Verständnis der Gesellschaft zu verändern, um sie herauszufordern, um sichtbar zu machen, was normallerweiser untergeht. Heute benutzt er verschiedene Medien und Räume um seine Ideen zu realisieren, sei es Film oder Aktion, die Straße oder eine Galerie. In den letzten Jahren beschäftigte sich Sascha Kurmaz mit urbanen Interventionen. Seine künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Raum sind grenzverletzend, radikal, sozial engagiert und poetisch zugleich. In seinen oft humoristischen Interventionen werden Machtstrukturen demontiert.

Seine Arbeiten wurden in einer Vielzahl internationaler Magazine veröffentlicht, darunter FOAM, Krytyka Polityczna, YET, Vice, Liberation, Bloomberg Businessweek, Rolling Stones und Süddeutsche Zeitung. Sascha Kurmaz war an zahlreichen internationalen künstlerischen Programmen, Gruppenausstellungen und Festivals beteiligt, darunter Ausstellungen im Zamek Ujazdowski Kunstzentrum, im ZKM, Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, im Wiener Künstlerhaus, im Architekturzentrum Wien und im PinchukArtCentre in Kiew.

Und wir hoffen, dass er in der nahen Zukunft auch an einer Ausstellung in der Galerie für Gegenwartskunst, E-WERK Freiburg teilnehmen kann.

 

(EN) The series is committed to continue the empathic exchange with artists from all over the world. Artists report from the places where they are now isolated. Today Sascha Kurmaz leads an audio tour through his studio in Kiev. Sascha Kurmaz is a photographer and street art artist from Ukraine. He was born in 1986 in Kiev and studied at the Kiev Academy of Fine Arts and Architecture.  Growing up in punk culture, he started as a graffiti artist at the age of 15 under the nickname Homer. He then turned his attention to photography and received international attention as one of the best young photographers. Critics say that Sascha Kurmaz uses the camera like a spray can. For him, photography is only a tool to change society's understanding, to challenge it, to make visible what is normally unnoticed. Today he uses different media and spaces to realize his ideas, be it film or action, be it the street or a gallery. In recent years Sascha Kurmaz has been working on urban interventions. His artistic in public space are border-breaking, radical, socially committed and poetic at the same time. In his often humorous interventions, power structures are dismantled.

His work has been published in several international magazines, including FOAM, Krytyka Polityczna, YET, Vice, Liberation, Bloomberg Businessweek, Rolling Stones and Süddeutsche Zeitung. Sascha Kurmaz has participated in numerous international artistic programmes, group exhibitions and festivals, including exhibitions at the Zamek Ujazdowski Kunstzentrum, ZKM, Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Vienna Künstlerhaus, Architekturzentrum Vienna and PinchukArtCentre in Kiev.

And we hope that he will also be able to participate in an exhibition at the Galerie für Gegenwartskunst, E-WERK Freiburg in the near future.

Sendereihe Briefe aus Sibirien, Kooperation zwischen der Galerie für Gegenwartkunst,  E-WERK und Ech-Oida, Radio Dreyckland. Konzipiert von Kuratorin Heidi Brunnschweiler und Reakteurin Viktoria Balon.