Vom 3. bis 6. September fand in Berlin die vierte Confluence of European Water Bodies statt. Die Veranstaltung bringt Flüsse, Seen, Lagunen, Gletscher, Meere und Feuchtgebiete aus ganz Europa zusammen, um gemeinsam über eine zentrale Frage nachzudenken:
Wie können wir lernen, anders mit Wasser zu leben?
Vier Tage lang kamen Teilnehmende aus Wissenschaften, Kunst und Aktivismus für Workshops, Performances, gemeinsame Mahlzeiten, Rituale, Listening Sessions, künstlerische Interventionen, Kayak-Expeditionen, öffentlichen Gesprächen und einem Multispezies-Parlament zusammen. Das Programm umfasste außerdem eine Keynote der bekannten hydrofeministischen Philosophin und Kulturtheoretikerin Astrida Neimanis sowie Panels und Workshops zur Frage nach unserer Verantwortung gegenüber aquatischen Ökosystemen und Eigenrechten für Flüsse und andere Gewässer. 58 Flüsse und Seen aus 18 Ländern, darunter 16 europäischen, sind der Einladung zur Zusammenkunft in Berlin gefolgt.
Die Confluence of European Water Bodies ist ein von indigenen Rechte der Natur Bewegungen inspiriertes wachsendes gesamteuropäisches Netzwerk von Gewässern und ihren Gemeinschaften. Die Initiative setzt sich dafür ein, Gewässer nicht nur als Ressourcen zu betrachten, sondern als lebendige Wesen mit eigenem Wert, eigener Bedeutung und eigener Handlungsmacht anzuerkennen. Seit ihrem ersten Treffen am Mar Menor im Jahr 2023 bringt sie Künstler:innen, Aktivist:innen, Forscher:innen, Jurist:innen, politische Entscheidungsträger:innen, Vertreter:innen indigener Völker und Wasserverwalter:innen zusammen, um Fragen der ökologischen Gerechtigkeit, der Rechte der Natur, der Renaturierung von Flüssen, der Fürsorge und des mehr-als-menschlichen Zusammenlebens zu erkunden. Die diesjährige Ausgabe wird von der Spree ausgerichtet und von Léon Gross und Jakob Kukula vom Symbiotic Lab kuratiert.
In der Collage hört ihr O-Töne der Veranstaltung von Performances, Redner:innen und Aktivist:innen (u.A. Mar Menor, der ersten Lagune in Europa, die ihre Rechte anerkannt bekommen hat und Vertreter des Waganui River, Neuseeland) sowie Fieldrecordings des Mittelmeers und der Dreisam vom Freiburger Künstler Flo Schirmer.


