Seelsorger kritisiert Umstände in Abschiebegefängnis Pforzheim: In der Abschiebehaft findet "großes Unrecht" statt.

In der Abschiebehaft findet "großes Unrecht" statt.

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Foto: RDL

Samstag 11 Uhr Pforzheim HBF: Demo gegen Abschiebehaft und Nazis

2019 jährt sich die Einführung der Abschiebehaft zum 100. mal. Als erstes inhaftierte Bayern Jüdinnen und Juden. Aufgrund des fragwürdigen Jubiläums läuft derzeit eine bundesweite Kampagne „100 Jahre sind genug – Abschiebehaft abschaffen!“ In Baden-Württemberg liegt das Abschiebegefängnis seit 2016 in Pforzheim. Auch dieser Bau wurde schon in der Geschichte genutzt. In der NS-Zeit wurden Jüdinnen und Juden und NazigegnerInnen in den Tod deportiert. Am Samstag finden in Pforzheim nun eine Demonstration gegen die Abschiebehaft und den Aufmarsch der Partei Die Rechte statt, zu der auch antirassistische Freiburger Gruppen aufrufen. Kritik an den Zuständen in der Abschiebehaftanstalt und der mangelnde Kontrolle äußert auch die Arbeitsgruppe Abschiebehaft Pforzheim. Sie geht davon aus, dass die Hälfte der Inhaftierten unrechtmäßig einsitzt. Über die Kritik haben wir mit dem Pfarrer Andreas Quincke gesprochen. Er ist der evangelische Seelsorger in der Hafteinrichtung.