Afrin: Ethnische Säuberung in Syrien mit deutscher Starthilfe

Ethnische Säuberung in Syrien mit deutscher Starthilfe

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Demonstration gegen türkische Invasion in Afrin, Januar 2018
Quelle: 
Voice of America, Kurdisch https://www.dengiamerika.com/a/4215410.html

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht mit einem neuen und diesmal noch größeren Feldzug gegen die kurdische YPG-Miliz und die Partei der Demokratischen Union (DYP) in Syrien. Trump hätte die Verbündeten wohl ohne mit der Winper zu zucken fallen lassen, doch in seiner Regierung im Militär und der Republikanischen Partei formierte sich Widerstand. Was nun aus Erdogans Kurdenkrieg wird, hängt in der Schwebe. Vor einem Jahr gab es schon einmal einen etwas kleiner dimensionierten Krieg gegen die KurdInnen in einer kleinen Ecke Syriens, in Afrin. Der Feldzug wurde von der Bundesregierung mit der haarsträubenden Begründung des Selbstverteidigungsrechtes politisch gedeckt. Waffenlieferungen liefen unverhohlen weiter. Insbesondere deutsche Panzer erleichterten den Invasoren das Geschäft. Was ist nun aus Afrin geworden? Welche längerfristigen Auswirungen hatte der Feldzug? Zu solchen Fragen sprach Thomas Schmidinger (Wien) auf Einladung der iz3w am 13. November in Freiburg. Seine Ausführungen sind weiter aktuell und weisen auf wenig bekannte Vorgänge hin. Thomas Schmidinger ist Autor des Buches "Kampf um den Berg der Kurden" über Erdogans Afrin-Feldzug. Radio Dreyeckland sendet einen Ausschnitt aus dem Vortrag. Am Anfang geht es um die Haltung anderer kurdischer Fraktionen zu dem Feldzug in Afrin. Gegen Ende kommt Schmidinger auf die Auswirkungen auf Europa zu sprechen.

Wir danken der iz3w dafür dass sie uns die Aufnahme der Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat!