Bericht von Human Rights Watch (HRW): Kurdisch-irakische Regionalregierung verbietet Tätigkeit jezidischer Hilfsorganisation Yazda

Kurdisch-irakische Regionalregierung verbietet Tätigkeit jezidischer Hilfsorganisation Yazda

Nach einem Bericht von Human Rights Watch hat die kurdische Regionalregierung mittels bewaffneter Sicherheitskräfte das Yazda Hauptbüro in Dohuk geschlossen und die Mitarbeiter am 2.1.17 nach Hause geschickt.

Yazda, die im Rahmen des Hilfsprogramm der UNDP neben der Versorgung mit Nahrung, Brennmitteln und Fahrzeugteilen von rund 3.000 Familien im Sinjar Gebiet, das von IS/DAESH 2014 überrannt worden war und dessen nicht geflüchtete Einwohnerinnen u.a. als Sexsklavinnen versklavt worden waren. Zugleich ist wesentlicher Teil der Yazda- Hilfe psychologischen Assistenzstrukturen,
Die kurdische Regionalregierung reklamiert, die Nichtbeachtung von Verboten hinsichtlich von Waren, die der Hilfsorganisation auch schriftlich mitgeteilt wurden. Yazda bestreitet die Information und spricht von keiner Information. Im Dezember hatte HRW die Restriktionen, die unter dem Vorwand des angeblichen Endverbleib bei der YPG von der kurdisch irakischen Regionalregierung verfügt worden waren, scharf kritisiert.

Die community der Hilfsorganisationen im Irak ist hoch besorgt. Die seit 3 Monaten andauernde Militärkampagne gegen das von DAESH/ISIS eroberte MOSUL erbrachte schon jetzt einen Strom von 130.000 Fliehenden. Unter den Einwohnerinnen werden Hunderte DAESH-versklavte Yezidinnen vermutet,