Nach 36. Sitzung: Untersuchungsausschuss wird Polizist*innenmord in Heilbronn nicht abschliessend aufklären können

Nach 36. Sitzung: Untersuchungsausschuss wird Polizist*innenmord in Heilbronn nicht abschliessend aufklären können

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Bloss kein Beweisbeschlussantrag zur US Terrorwarnung vor dem 25.04.2007 ?
Quelle: 
RDL/kmm 2015

Nach dem Eingeständnis von Ende Oktober, praktisch nichts zur Aufklärung der rechtsterroristischen Verbindungen insbesondere des NSU  in das Ländle bei getragen zu haben, gestanden die Fraktionsobleute im Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtags nach der Zeugeneinvernahme der 36. Sitzung zu, wohl auch beim zentralen Komplex der Polizist*innenmorde auf den Theresieinwiese in Heilbronn wohl nicht zu einem Abschluss kommen zu können. Teil 11:04    Teil 2 2:36
Am Beispiel der Nichtausleuchtung des polzeilich unterbliebenen - erst recht nach dem 4.11.11 - Abchecks der "Kreuztreffer" der Funkzellenauswertung vom Tattag 25.5.2007 - bis 18 Uhr (1) und eines Zeitraumes davor - mit anderen Tatorten der organisierten Kriminalität im BKA (16 treffer)- und Europolsystem (14 Treffer) wurde die neue LInie "wir können ja nicht ermitteln" unterstrichen.3:02
Das im Ausschuss auch die Tendenz zu falschen Schlussfolgerungen aus  Zeugenaussagen besteht, verblüfft insbeondere bei den Erkenntnissen, wer denn von dem Einsatztag und der -zeit von Michéle Kiesewetter wusste.

Gesamtes Audio zur PK der Obleute 35:05

Aussage des Telefonica-Zeugen 29:21

Ansonsten bleiben die Aussagen vieler Polizeibeamter, angefangen bei KOR A. Mögelin  und dem Ersteller des Funkzellenauswertungsberichtes KHK Wolfgang Fisch. über die teilweise äussert kleinräumig (KHKin Bettina Fisch.) mit "Spurenabarbeitung" befassten Beamten der Soko 1-3 bzw. regionaler Ermittlungsabschnitt des BKA bemerkenswert unkonkret in ihrer Kleinteiligkeit der Abarbeitung. Insofern ist die Weigerung auf Ton- und Bildaufzeichnung konsequent.
Bei der Einvernahme der polizeilichen (Carolin Schumb.), teils eng befreundeten Kolleginnen fällt immer wieder die Kontrolliertheit der Aussagen, namentlich zu Bezügen von rechten Musik- wie auch Lifestyle-Klamotten des Labels Thor Steinar auf. Eine Kontrolliertheit, die spätestens dann skurille Züge annimmt, wenn Manuel Bal. ,der am Tattag bis 12:15 acht SMS zum gemeinsamen  Beziehungsstatus  nach einem gemeinsamen verbrachten Wochenende mit Michèle Kiesewetter austauschte, den Inhalt als "beliebig" qualifiziert.

Genauso wenig überraschend , nach dem selbstverständlich nur demokratischen Parteien wie  NPD und JN angehörenden EX-Funktionär Mike Layler aus Hardthausen bei Heilbronn am Freitag den 27.11.2015, sind die Auftritte und Aussagen der "freien" Naziszene vor dem Ausschuss. Der Schwager des in München vor Gericht stehenden Rolf Wohlleben, David Feiler, der bis Frühjahr 2005 im Heimat-Wohnort von Michèle Kiesewetter, den Gasthof "Zur Bergbahn" betrieb, will dort nur eine explizite Naziveranstaltung organisiert haben. Seine Mitwirkung bei "Fest der Völker" im "Braunen Haus" 2003 in Jena erfolgte natürlich rein ehrenamtlich wie das Geschenk eines Dartautomatenfür an Schwager "Wolle"s Braunes Haus natürlich auch.
"Bewusst" hat er "eher nicht"  Michèle K. in seiner Kneipe  "Zur Bergbahn" oder sonst im braunen Milieu wahrgenommen. Nach ihrem Tod war sie natürlich "Ortsgespräch" wie er aus seinem nachbarlichen Freundeskreis (!) in Oberweissbach weiss.
In seiner drei-monatigen Beziehung zu Beate Zschäpe - die war "gar nicht gefestigt wie die Scheitel"  - soll die Beate, gerade auch vor ihrem Abtauchen  als Teil der (Nazi-)"Spassfraktion" für Ihn rübergekommen sein (Diskos und so) und nicht den Scheitel -Nazis um Kapcke und Mundlos und seinem Schwager Wohlleben. Die familiäre Ader erstreckt sich beim Ihm aber auch auf "die tolle Oma" von Beate Zschäpe, die "für uns" immer was zu essen gekocht hat. Nach Beates Untertauchen hat er die Beziehung zu ihrer Oma bis 2011/2012 - als es ihn als Berufskraftfahrer nach Baden-Württemberg verschlug, regelmässig und intensiv gehalten. "Um ihr gebenenfalls positive Nachrichten zu Beates Verbleib zu bringen"

(kmm)