NSU 2.0 Polizeiskandal in Frankfurt : Rechte Netzwerke in der Polizei lassen sich "flächendeckend in der Bundesrepublik finden."

Rechte Netzwerke in der Polizei lassen sich "flächendeckend in der Bundesrepublik finden."

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Polizeigewalt stoppen
Quelle: 
linksunten.indymedia.org

Seit einigen Tagen reden Medien und Politik über den mittlerweile weit über Frankfurt reichenden Polizeiskandal. Rechte PolizistInnen hatten sich selber NSU 2.0 genannt und eine bekannte Rechtsanwältin, Seda Basay-Yildiz, die auch Nebenkläger im NSU verfahren vertreten hat, bedroht. Man werde ihrer Tochter schlachten. Im Schreiben standen der Name der Tochter und die Privatadresse. In einer Whatsapp-Gruppe hatten sich mindestens 6 PolizistInnen rechtsextreme, rassistische Nachrichten und Hitler Bilder zugeschickt. Mittlerweile werden euch aus anderen Städten Fälle genannt in denen sich Polizisten rechtsextrem betätigen, auch von Verbindungen in die Reichsbürgerszene, geht sogar der hessische Innenminister aus. Wir haben über das Thema mit Thomas Wüppesahl, Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kritischen Polizistinnen und Polizisten gesprochen. Er ist schon vor 18 Jahren auf rechte Aktivitäten in der Polizei eingegangen. Er kündigt im Interview auch das Auffliegen weiterer Verbindungen zwischen rechten Netzwerken in der Bundeswehr und der Polizei an und stellt auch die niedrige Aufklärungsquote von Brandanschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte in den Zusammenhang mit der rechten Einstellung vieler PolizistInnen.