Überall ist vom Aufwind der Rechten die Rede, doch es gibt auch Grund zur Hoffnung, zumindest, wenn wir auf die Generation Z im Globalen Süden schauen. Nach unserer 12-monatigen Sendereihe und einem Themenschwerpunkt der Zeitschrift iz3w fragen wir uns: Wird das Jahr 2025 in die Geschichte eingehen, in dem die Generation Z eine zivilgesellschaftliche Front gegen antidemokratische Regierungen aufbaute? Zumindest im Globalen Süden?
Wir können diese Frage heute natürlich nicht abschließend beantworten. Aber eins ist klar: Die Proteste der Generation Z haben massiv zugenommen. Und sie haben Regierungen gestürzt. Bangladesch im August 2024, Nepal und Madagaskar in diesem Jahr.
Von Teheran über Dhaka und Kathmandu bis nach Nairobi, Lomé und Rabat – eine Generation erhebt ihre Stimme. Digital vernetzt, dezentral organisiert, oft führerlos, aber mit klaren Forderungen: Gegen Korruption. Gegen Nepotismus. Gegen eine Politik, die ihre Zukunft verspielt.
Ihr Mut ist groß und der Preis hoch: 76 Tote in Nepal binnen weniger Tage, 1.475 Tote in Bangladesch, vermutlich tausende Tote in Tansania und Kenia. Und trotzdem wächst der Widerstand.
Wir schauen in der heutigen Sendung zurück auf die GenZ-Bewegungen der vergangenen Monate und Jahre. Vom Iran über den indischen Subkontinent bis nach Ostafrika bzw. Nordafrika. Und wir fragen: Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Bewegungen? Was verbindet diese Proteste und was unterscheidet sie?

