9. November 2018: "Warum müssen die Nachfahren kämpfen, weil ihre Vorfahren ermordet wurden?"

"Warum müssen die Nachfahren kämpfen, weil ihre Vorfahren ermordet wurden?"

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Francois Blum spricht in Freiburg am 9. Nov. 2018
Quelle: 
RDL, Caro

Auf einer kleinen Gedenkfeier zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome auf dem Platz der alten Synagoge erneuerte der Sprecher der Nachfahren der ehemaligen jüdischen Gemeinde von Freiburg, François Blum seine Kritik an der Gestaltung der Stätte. Noch immer steht an der Stelle der alten Synagoge ein Planschbecken, in dem sie im Sommer Kinder und auch Hunde tummeln. "Man sieht nicht was hier war". Ein Schild mit der Aufschrift "Gurs 1027 km" vermittelt niemandem, der es nicht weiß, dass es ein Hinweis auf die Deportation der Freiburger jüdischen Gemeinde nach Gurs ist, noch zeigt es, was dort und später den Jüdinnen und Juden aus Freiburg geschah. Blum erinnerte auch daran, dass es bereits 1933 jüdischen Kindern verboten wurde, in Schwimmbäder zu gehen, in Planschbecken zu spielen oder in die Freiburger Bächle zu treten.

 

Francois Blum sprach auch über das Schicksal seiner Freiburger Familie. Diesen Teil seiner findet ihr vollständig in dem unten angegebenen Beitrag.