Stadt erhöht Unterkunftsgebühren für Flüchtlinge und Wohnungslose: 900€ für 40qm im unsanierten Altbau?

900€ für 40qm im unsanierten Altbau?

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Ein Block in der ECA-Siedlung
Ein Block in der ECA-Siedlung
Quelle: 
RDL

900 € für eine kleine Zweizimmerwohnung in der abbruchreifen ECA-Siedlung: So viel muss ein berufstätiges geflüchtetes Ehepaar mit zwei Kindern der Stadt Freiburg jetzt abliefern - genau doppelt soviel wie vorher. Eine Miete in solcher Höhe wäre eindeutig illegal. Doch was die Stadt für diese Wohnung verlangt, läuft nicht unter "Miete", sondern unter "Gebühren". Am 6. Dezember 2016 hat der Gemeinderat entschieden, die Gebühren für städtische Wohnheime zu erhöhen. Dazu zählen teils auch Einzelwohnungen, sofern sie von der Stadt formal als Unterbringung für Flüchtlinge oder Wohnungslose geführt werden. Die Erhöhung trifft vor allem diejenigen BewohnerInnen städtischer Unterkünfte, die eine Arbeitsstelle gefunden haben: Sie müssen die Kosten selbst tragen. Seit der Erhöhung wissen sie teils nicht mehr, wie sie das leisten sollen. Wir haben das Ehepaar in der ECA-Siedlung besucht und außerdem mit Monika Stein von der Grünen Alternative Freiburg über die Gebührenerhöhung gesprochen.