Das Frauenhofer ISE kann in seiner monatlichen Zeitreihe seit Januar 2015 einen Solarstromeinspeiserekord in das öffentliche Netz in seinen charts verzeichnen: 10, 89 Terrawatt Stunden stellten die Solaranlagen im Mai 2026 dem öffentlichen Netz zur Verfügung. Ein neuer absoluter Höchststand der Einspeisung. Das ist bereits im Mai gegenüber dem Höchstand 2015 mehr als eine Verdopplung.
Etwas anders sieht in Freiburg aus. Die einstige Vorreiterin im Solarstromausbau belegt im ranking von 72 [Gross-]Städte von Wattbewerb.de nur noch einen 24.Platz [456.39 Watt_peak je Einwohner- Mai26]. Die Solarleader Stadt Ulm kommt im gleichen Zeitraum auf Watt_peak 603 Watt_p /je EW allein beim ZUBAU neuer Solarkapazitäten. Also mehr als Freiburg als Gesamtergebnis heute präsentieren kann.
Startpunkt für war war Platz 17 [213,47 Watt_peak je Einwohner]. Allerdings ist die güne Solarcity mit seinem Zubautempo/-stand mittlerweile auf Platz 32 abgesackt. Dies weist der täglich aktualisierte Zubau dashborad deutscher Städte aus. Unter den teilnehmenden Städten aus Baden-Württemberg bedeutet dies Rang 4 nach Ulm, Heilbronn und neuerdings Pforzheim .
Dies liegt aber nun nicht nur an der Fossilförderung und Erneuerbaren Hinderung durch neuen Wirtschaftsministerin K. Reiche ab 2025 . Selbst in Baden-Württemberg hat Freiburg beginnend bei OB Salomon seine Talfahrt schon lange fortgesetzt.
Dem wollte eigentlich der Rat in einer im November 2023 gefassten Beschluß mit einer Solaroffensive begegnen.
Die Verfünfachung der Solarkapazitäten auf 280 MegaWatt [MW_p] und jährlich 280.000 GWh steigern ist im Beschluß umfasst. Teil des Beschlusses ist auch die verpflichtende Aufstellung eines Masterplans Solar. Darin sollten die Ausbauziele und Massnahmen auf konkrete Sektoren und Zeitpunkte heruntergebrochen werden.
"3. Der Gemeinderat beauftragt gemäß Ziffer 4 der Drucksache G-23/205 die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Masterplans Solar für Freiburg. In diesem Masterplan werden auf der Basis einer Potentialanalyse für die einzelnen Handlungsfelder konkrete Maßnahmen und Meilensteine erarbeitet." Beschluss 28. November 2023 (vgl. Drucksache
G-23/205)
Diesen Beschluß setzte die Verwaltung jedoch so nicht um.
Stattdessen wurde die Prognos AG beauftragt, zu den Ausbaupotenzialen und Möglichkeiten zwar zu begutachten. 2025 In einer finalisierten Fassung 2025 kam Prognos zu dem Ergebnis, dass selbst das Potenzial bei den Dachflächen allein das 2030 das Ausbauziel bei 635 MWp Potential erreichen könnte: "Somit könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit ein großer Anteil des Ausbauziels von rund 280 MW im Jahr 2030 bereits nur mit den besonders geeigneten Dachflächen erreicht werden, selbst wenn man davon ausgeht, dass das tatsächliche Potenzial deutlich unter dem theoretischen Potenzial liegt" S.6 Prognos 2024 final
PV-Freiburg_Gutachten_Prognos_Final_barr.pdf
Prognos verhehlte aber nicht, das der Zubau auf 30 MW jährlich gesteigert werden müsse ab 2024. (S.16 Prognos Gutachten). Das übrigens 58,6 MW_p auf städtischen Gebäuden liegt ist seit der Informationsvorlage 2025 auch bekannt.
Zwar definierte nach Interviews und Workshop mit den nur allzu bekannten Stakeholdern - von 32 Stakeholdern allein 6 städtische Ämter, 2 Badenova, FSB, Kirchliche Immo-Besitzende, Haus und Grund , die beiden Kammern auch etabliertere zivilgesellschaftliche Akteuere Energieagentur, FESA, Balkon und Solar - Prognos final recht unkonturierte Handlungsfelder und Maßnahmen, die hoch mittel oder nachrangig eingestuft wurden.
Meilensteine wie Sektorenziele zu derem Erreichung fehlten final sogar gänzlich.
Dass ausgerechnet drei städtische Ämter - Baurechtsamt, GuT und Stadtplanungsamt ihr Desinteresse an den Workshops für Maßnahmen mit Abwesenheit demonstriert haben, lässt Schlimmeres bei der desorganisiertenr Kooperation erahnen.
Folgerichtig verzichtete das Umweltschutzamt auf alle prioritären Maßnahmen, die Prognos auf eine effizientere Kooperation innerstädtischer Amter zielten! Diese seien angeblich schon (teil-)umgesetzt oder nicht prioritär.
Sektorziele oder Meilensteine? Komplette Fehlanzeige! Die Resultate dieses Unterlassen beweisen nun das Gegenteil.
Ein ordnender politischer Wille der Stadtspitze scheint darüber hinaus gänzlich zu fehlen.
Insofern verwundert trotz notwendigen Zubauerfordernissen nicht, dass Freiburg scheitert und scheitert.
Da wird auch auch die einzig umgesetzte Maßnahme der Solarsommer 2026, die vom Umweltschutzamtchef müde als die Alternative im Ausschuß vom 18.5.26 angeboten wurde, nichts dran ändern. Die Rätinnen Kritik im UKA zeigte zwar Unbehagen. Aber der 2024 neugewählte Rat verzichtete - erneut - komplett auf die Durchsetzung seiner Masterplan Forderung.
M.Menzel 3.6.26
Solarsommerdebatte im UKA am 18.5.26
Vorlagen: Drs. G26/007
TOP-Mappe-von-TOP-1-der-3-Sitzung-des-Ausschusses-für-Umwelt-und-Klimaschutz-vom-18052026-1.pdf
Drs.25/003
INFORMATIONS-VORLAGE-G-25-003-(Maßnahmen-für-einen-beschleunigten-Ausbau-der-Photovoltaik-in-Freiburg)pdf.pdf
Maßnahmenvorschläge-der-Verwaltung-für-den-beschleunigten-Ausbau-der-Photovoltaik-in-Freiburg Juni 2025.pdf
Drs.23/205
BESCHLUSS-VORLAGE-G-23-205-(Grundsatzbeschluss-Photovoltaik-Offensive-der-Stadt-Freiburg-----Energiepolitische-Zielsetzung-der-Stadt-und-Erarbeitung-eines-Masterplan-Solar)pdf.pdf
Beschluss-von-TOP-11-12-Sitzung-des-Gemeinderates.pdf


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