Sammelabschiebung aus Frankfurt: Trotz Frust weitermachen - Protest gegen Abschiebung nach Afghanistan

Trotz Frust weitermachen - Protest gegen Abschiebung nach Afghanistan

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Refugees Welcome
Quelle: 
flickr.com

Am Montag, dem 18. Februar 2019, wurden wieder geflüchtete Menschen aus Deutschland nach Afghanistan abgeschoben. Gegen die 21. Sammelabschiebung protestierten Menschen am Frankfurter Flughafen, um auf die Sicherheitslage in Afghanistan aufmerksam zu machen, der Slogan: "Abschiebung ist Mord".
Mit einem gecharterten Flugzeug schob der deutsche Staat 38 Menschen in das Land ab, in dem es nach Bombenanschlägen weder Botschaft noch Konsulat unterhält.
Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor der Reise nach Afghanistan: "Wegen immer wieder und in vielen Landesteilen aufflammender Kämpfe zwischen afghanischen Sicherheitskräften und vor allem den Taliban, aber auch dem regionalen Ableger des sogenannten Islamischen Staats, ist die Sicherheitslage in großen Teilen des Landes unübersichtlich und nicht vorhersehbar. Außerdem kann es landesweit zu Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen Gewaltverbrechen kommen."
Die Sicherheit von Menschen aus Afghanistan, die vor diesen Verhältnissen in Deutschland Schutz suchen, scheint die Regierung hingegen wenig zu interessieren.

Über die weiterhin stattfindenden Abschiebungen nach Afghanistan, die Selbstorganisation von Geflüchteten im Afghan Refugee Movement und Versuche und Schwierigkeiten dabei, die Abschiebungen nicht einfach so hinzunehmen sprachen wir mit Sarmina vom Afghan Refugee Movement.