Im Interview mit Birgit Huber erzählt die Freiburger Regisseurin Katharina Gruber von ihrem neuen Film "Körpergeschichten". In zahlreichen Momentaufnahmen werden Frauen porträtiert, die viele Kilos abgenommen haben. Kein "Vorher-Nachher...
"Im Clinch", so nennen Volker Behrens und Michael Töteberg ihr Porträt von Fatih Akin. Die Hamburger Journalisten Behrens und Töteberg plaudern aus dem Nähkästchen und kennen die Entstehungsgeschichten der Filme. Ein Werkstattbericht, keine...
Heimatfilme stehen für Chauvinismus, Eskapismus und ein heillos verkitschtes Kino. Die Arnoldshainer Filmgespräche beschäftigten sich dieses Jahr mit alten und neuen Filmen, mit transnationalen Identitäten bei Fatih Akin bis hin zum...
Aufgetaut in der Zukunft - keine schöne Sache, wenn man dann der letzte Sterbliche unter lauter Jungbleibern ist. Dreizehn Jahre hat Jaco Van Dormael an seinem Science Fiction Epos 'Mr. Nobody' gearbeitet, nun kommt der...
Als indischer 'Forrest Gump' macht sich ein Einwanderer in den USA auf den Weg zum Präsidenten, denn: 'Ich bin kein Terrorist!' Der indische Superstar Sharuk Khan in einem selbstironischen Bollywoodfilm, der...
“Blue Valentine” des amerikanischen Regisseurs Derek Cianfrance (Jahrgang 1974) mit einem cool-abgewrackten Ryan Gosling mit 70er-Jahre-Sonnenbrille (als Dean) und einer ebenfalls sehr...
In grosser Runde beginnen wir den Tag mit einem weiteren Film des Wettbewerbs, und mit einem der ganz grossen Namen in Frankreich: Bertrand Tavernier, der mit Volker Schloendorff zusammen auf der...
“Kaboom” – der Abend hat gerockt! Bumm Krawumm Bang Bang haette der Film auch heissen koennen, der in der „Seance de Minuit“ im ehrwuerdigen Palais, Salle Lumiere gezeigt wurde.
Keine grosse...
Tag 4 beginnt gut, soviel sei schon mal verraten… Heroisch trotz der Spaetfilme kaempfen wir uns aus den Betten, ich und mein Superhelden-Sidekick Martin, und starten mit dem Bus so frueh, dass wir...
Genug der Kunst fuer heute – jetzt wird es hoechste Zeit fuer das wahre, pralle Leben – sprich: triviale Filmkost! Es gibt Geruechte ueber einen neuen Zombiefilm…Aber zuerst lande ich in einer...
Der naechste Wettbewerb-Film, und schon wieder ein Hoehepunkt:„Chongqing Blues“ („Rizhao Chongqing“) des chinesischen Regisseurs Wang Xiaoshuai ueberzeugte den ganzen Saal, das war deutlich zu...
Der dritte Tag beginnt gut: Ein neuer suedkoreanischer Film startet im offiziellen Wettbewerb: "The Housemaid" des Regisseurs Im Sang-Soo.
Tolle, ruhige Bilder, eine ueberaus stimmungsvolle, aber...
Es fuehlt sich nicht unbedingt gut an, den neuesten Film einer lebenden Regie-Legende zu zerreissen – aber zugleich erscheint es mir auch nicht statthaft, einen missglueckten Film nur deshalb zu...
Eigentlich wollte ich in wenigen Stunden ja eine Kritik von "Chatroom" schreiben, einer britischen Produktion, bei der allerdings der Japaner Hideo Nakata Regie gefuehrt hat. Sehr viel mehr kann ich...
Wo war nochmal der Sherwood Forest? Ridley Scott und Russell Crowe verwursten Robin Hood
Von Martin Koch
Robin Hood hat vergessen, wer er ist. Einfach so, bedingt durch ein Kindheitstrauma. Als Robin Longstride schlägt er sich im Heer von Richard Löwenherz durch Frankreich, bis ihn aus heiterem Himmel der Auftrag ereilt, die Krone seines im Kampf gefallenen Königs in die englische Heimat zurückzubringen. Gegen ihn stellt sich ein verworrener Komplex aus dem meist indisponierten Sheriff von Nottingham, dem hinterhältigen Prinzen John, dem fiesen glatzköpfigen Verräter Godfrey. So findet Robin zurück zu seinen Wurzeln, tritt in die Fußstapfen seines für sein Eintreten für die Magna Carta getöteten Vaters und bekämpft an der Seite der guten Engländer die bösen Franzosen. Aus dem Outlaw Robin wird der nationale Freiheitskämpfer Robin Loxley (denn letzterer wird zum Decknamen des vermeintlich aus niederer Abstammung kommenden Recken).
Der (in)diskrete Charme der Spontaneität Mathieu Amalrics Regiedebut „Tournee“ im Wettbewerb
Von Martin Koch
Wettbewerbsfilme in Cannes sind besondere Filme, in denen grosse Regisseure ganz neue Ideen kombinieren, um in den Monaten nach dem Festival das Kino und die Preisverleihungen zu dominieren. So war es zumindest letztes Jahr, als „Inglorious Basterds“, „Zerrissene Umarmungen“, „Un Prophete“ oder „Das weisse Band“ hier Premiere hatten. An solchen Schwergewichten gemessen ist Mathieu Amalrics „Tournee“ ein sehr ungewöhnlicher Wettbewerbsfilm. Nicht weil er künstlerisch nichts zu bieten hätte, sondern weil er seine Mission, der erotisch-avantgardistischen „New Burlesque“ ein Denkmal zu setzen statt mit durchgestylten Sequenzen mit einfachsten Mitteln angeht.
35mm-Reporter Alexander Sancho-Rauschel live aus Cannes
Das zweite Jahr in Cannes... Zuhause regnet es seit Tagen... aber wie es sich gehoert, scheint die Sonne ueber der Croisette, damit es keine Wasserflecken auf den schwarzen Anzuegen...
Mittlerweile bin ich seit 24 Stunden in Frankreich. Die Anreise gestaltete sich trotz des isländischen Vulkans, der am Sonntag wieder diverse Flughäfen lahmlegte, erstaunlich reibungslos. Der Flieger ab Basel hob pünktlich ab und genauso pünktlich landeten wir auf dem Flughafen von Nizza. Eine halbe Stunde nach der Landung stand ich bereits an der Bushaltestelle um den Linienbus nach Cannes zu nehmen. Doch Willkommen in Frankreich! Der Bus, der auch bloß mit einer halben Stunde Verspätung ankam, fuhr einfach vorbei: „complet“ – voll. (Dabei sah er gar nicht übermäßig voll aus :-/)