Räumungsbedroht: Die anarcha-queer-feministische Liebig 34

Die anarcha-queer-feministische Liebig 34

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Bunt bemaltes anarcha-queer-feministisches Haus
Die bunte Liebig34 in Berlin
Quelle: 
http://liebig34.blogsport.de/images/liebig34painted1.jpg

Die Liebig 34 ist ein anarcha-queer-feministisches, selbstorganisiertes Hausprojekt in Berlin - und wie das bei so vielen wunderbar utopisch klingenden Projekten oft der Fall ist, derzeit Räumungs-bedroht. Das Haus am "Dorfplatz" in Friedrichshain organisiert sich ganz ohne cis-Männer* und zwar über das private Leben hinaus. Dazu gehören ein Infoladen ("Daneben"), Filmabende, Sonntagsbrunch auf dem Dorfplatz und derzeit eine große Mobilisation, um die Räumung zu verhindern. Denn seit Ende 2018 ist der Pachtvertrag mit dem Vermieter Padovicz ausgelaufen und am 15.11.19 soll die Räumungsklage vor Gericht verhandelt werden. Seit einiger Zeit werden die Aktivistinnen* von Justiz und Polizei bedrängt, beispielsweise bei einer Razzia im Juli 2019. Für die anarcha-feministischen Bewohner*innen und Freund*innen der Liebig34 ist jedoch klar: sie stellen sich der Repression gegenüber, werden weiter um den Raum kämpfen und rufen zur gemeinsamen Demonstration am 2.11.19 auf.
Wir sprachen aufgrund der derzeitigen Situation und den SquattingDays in Freiburg mit einer Aktivistin* der Liebig34 über anarcha-feministischen Häuserkampf, die Situation für Freiräume in Berlin und praktische Solidarität.

Mehr über die Liebig34 und den derzeitigen Stand erfahrt ihr auf ihrem Blog oder Twitter.

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Glossar für Begriffe, die im Beitrag verwendet werden:

*FLINT - Abkürzung für Frauen, Lesben, Inter-, Nicht-binäre und Transpersonen

*Cis (kurz für Cisgender): diese Vorsilbe beschreibt, dass eine Person sich mit dem Geschlecht identifiziert, dem x bei der Geburt aufgrund der Genitalien zugewiesen wurde. ‚Cis‘ ist somit das Gegenstück zu ‚trans‘. Cis-männlich ist also eine Person, der bei der Geburt das männlichen Geschlecht zugewiesen wurde und sich auch als Mann identifiziert.

Für weitere Begriffe ist das Queerlexikon eine gute Quelle