Pro Asyl zum stolz angekündigten GroKo-Kompromiss beim Familiennachzug: "Die Aussetzung des Familiennachzugs hätte nur auslaufen müssen, dann hätten wir den Normalzustand gehabt"

"Die Aussetzung des Familiennachzugs hätte nur auslaufen müssen, dann hätten wir den Normalzustand gehabt"

Menschenrechte2.jpg

EU-Flüchtlingspolitik zusammengefasst
Quelle: 
RDL/es
Am gestrigen Dienstag haben SPD und Union einen neuen Kompromiss über den Familiennachzug von Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutz ausgehandelt. Der Bundestag soll den Kompromiss schon am morgigen Donnerstag verabschieden. Ab dem Sommer soll der Familiennachzug für diese Menschen nicht länger ausgesetzt bleiben, sondern für 12.000 Menschen im Jahr möglich sein. Bei sogenannten Härtefällen soll diese Zahl sogar überschritten werden dürfen. SPD-Unterhändlerinnen wie Martin Schulz, Andrea Nahles und Eva Högl zeigten sich anschliessend sehr stolz auf das, was sie im Vergleich zu den Sondierungsergebnissen herausholen konnten. Doch auch Politiker von der sogenannten Christlich-Sozialen Union, die sich bekanntlich für die Aussetzung des Familiennachzugs einsetzten, zeigen sich mit dem neuen Kompromiss zufrieden. Es werde ab dem Sommer keinen Anspruch mehr auf Familiennachzug geben, heißt es von dieser Seite. Darüber sprach Matthieu mit Bellinda Bartolucci, die bei Pro Asyl für rechtspolitische Fragen zuständig ist.