Abschiebung nach Serbien und Mazedonien: Viele Kinder, viele Roma, zwei Menschen aus Freiburg.

Abschiebung nach Serbien und Mazedonien: Viele Kinder, viele Roma, zwei Menschen aus Freiburg.

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Foto RDL
Am Mittwoch, den 23. März hat das Regierungspräsidium Karlsruhe wieder eine Sammelabschiebung organisiert. 80 Personen wurden laut Regierungspräsidium abgeschoben, davon 31 nach Serbien und 49 nach Mazedonien. Sie alle hatten in Baden-Württemberg gelebt. Unter den Abgeschobenen waren 31 Kinder unter 14, davon zwei Babys unter zwei Jahren. Mit 46 Personen gibt das Regierungspräsidium Karlsruhe über die Hälfte der Abgeschobenen als Angehörige von Roma-Minderheiten an. Auch aus Freiburg wurden zwei Menschen abgeschoben. Es handelt sich dabei um ein älteres Paar mit mazedonischer Staatangehörigkeit; die Frau leidet an einer Herzkrankheit. Sie wurden um ca. 03:15h mit einem großen Polizeiaufgebot (ca. 15 Beamte) aus ihrem Zimmer in einem Freiburger Flüchtlingswohnheim geholt. Es war ihnen bisherigen Informationen zufolge nicht klar gewesen, dass ihnen die Abschiebung drohte.

Nach Informationen von Aktion Bleiberecht soll es auch im April wieder je eine Abschiebung nach Albanien, Kosovo sowie, in einem gemeinsamen Flug, Serbien und Mazedonien geben.