Mieter müssen aufwachen: Politik bringt mit Mietspiegel 2017 die Mietpreisspirale beschleunigt in Gang

Politik bringt mit Mietspiegel 2017 die Mietpreisspirale beschleunigt in Gang

Am Dienstag soll der  Gemeinderat den Mietspiegel 2017 beschliessen. Die Erhöhungskoalition ist wie in der Vergangenheit sicher. Denn nicht weniger als um 6,5 %  von 7,75 auf 8,25 € soll die durchschnittliche Netto-Qm-Miete seit 2015 angestiegen sein. Wie die GEOWAS  behauptet, weil gegenüber 2013 die Miete nur per Lebenshaltungsindex inflationiert wurde.  Die ist nach den selbst vorgelegten Zahlen offenkundig falsch.
Sowohl absolut  - zwischen 1996 und 2004 stieg die durchschnittliche Nettomiete nur um 41 cent, statt jetzt in der Hälfte der Zeit um 72 cent! Aber auch prozentual : im Schätzbreich 2009 auf 2013 stieg die prozentuale Mite in den letzten zwei Jahren nur um 3,1% und davor trotz gar eines 5-Jahreserstellungsinterval (in den letzten 2 Jahren) auf 2009 nur um 3,9 %.
Richtig dürfte sein, dass vielmehr seit Übernahme durch die GEOWAS grosse Vermietungsgesellschaften ihre eigenen Wohnungen vorschlagen können. Die grossen Vermieter stellen mit ihren selbst ausgewählten Wohnungen mehr als die Hälfte aller Mietpreise, die in den neuen Mietspiegel 2017 eingehen - satte 1.272 Wohnungen oder 52,5 %. Die Mieter*innenwohnungen stellen nur 1151 dar. Richtig ist auch, das die GEOWAS Methodik nicht nur von Statistikprofessoren angefochten ist, sondern in vielen Städten strittig sind. Nur in Teuer-Freiburg  spielen die Mieterorganisationen zu 100 % mit

Besonders krass sind jedoch die angeblich per Regression ermittelten Auf- und Abschläge!

Obwohl eine Fehlertoleranzquote  von 5 % angenommen wird, tauchen ernsthaft Aufschlagskriterien (bei insgesamt 28 Wohnwertmerkmale) mit regressiv errechneten 3% Aufschlag als verbindlich auf: Einbauten ausser Küche  und Warmwasseraufbereiter nach 2009 eingebaut für nach 2002 sanierte Wohnungen (Lex FSB). Das gilt auch für die Baualtersklasse 1978 bis 1994 die auch regressiv gerechnet/-schätzt nur auf 3 % kommmt und somit in der Fehlertoleranz liegt!
Es bleibt zudem das Geheimnis der GEOWAS und ihrer Plazetgeber, weshalb für Einbauküchen, die älter als 6 Jahre  sind, noch ein Aufschlag von 15 % (1) auf die durchschnittliche Nettomiete zwingend erbracht werden soll. Egal wie hochwertig sie den Vermietern ursprünglich dünkten- vernutzt und abgeschreiben bleibt nun mal vernutzt und abgeschrieben,

Erstmalig sollen wieder Lagekriterien in Stadteilen und auch Baualtersklassen wesentlcih relevanter zu Auf- und Abschlägen geführt haben: Vauban, Rieselfeld zählen wie Wiehre und Oberau  zu der 9% Aufschlagzone hinter Neuburg, Altstadt und Herdern mit 12%. Weingarten rangiert mit minus 15 % zusammen mit Mooswald (noch) undTiengen Waltershofen Opfingen und Munzingen. Letztere Stadtteile haben keine grossen Vermietergesellschaften bzw. Mooswald hatte viele unsanierte bzw. abgerissene. Haslach, Brühl und Landwasser (- 7 %) haben zwar viele grosse Vermietergesellschaften, zugleich aber auch viel unsaniertes (plus 6% bei Modernisierungen nach 2001). Bei Ihnen schlagen dann auch oft alte  Baualtersklassen (bis in das Jahr 1977) auf Abschläge durch (mindestens - 7%).

Im Schnitt (0%) liegen demnach noch: Betzenhausen, Ebnet, Günterstal, Kappel, Lehen, Littenweiler, St. Georgen, Stühlinger, Waldsee, Zähringen