Privatschule statt NS-Dokumentationszentrum: Rotteckhaus als Salomon-Geschenk für Wahlkampfunterstützung?

Rotteckhaus als Salomon-Geschenk für Wahlkampfunterstützung?

Ex-Verkehrsamt.JPG

Das ehemalige Freiburger Verkehrsamt
Quelle: 
Foto: RDL

Wie wir berichtet haben, hatte die Evangelische Kirche ihr Interesse an einer Nutzung des ehemaligen Verkehrsamtes ("Rotteckhaus") zurückgezogen.
Historiker, wie Bernd Martin, hatten den NS-Bau als geeigneten Standort für das geplante NS-Dokumentationszentrum ins Spiel gebracht. Doch wie RDL vorliegende Informationen nun zeigen, wird auch aus diesen Plänen nichts. Statt als NS-Dokuzentrum wird das Gebäude nämlich von der Privatschule Angell als Wirtschaftsakademie genutzt werden. Das bis vor kurzem leerstehende Gebäude darf nun das Kulturaggregat für zwei Monate für einen Pop-Up-Store zwischennutzen, wie die FWTM in einer Pressemitteilung vom 2. Mai erklärt. Ab Juli wird dann der Umbau durch die Privatschule Angell beginnen. Diese wird das Gebäude von der fwi ("Freiburg -S- Wirtschaftsimmobilien") anmieten. Aufsichtsratschef der fwi ist Oberbürgermeister Dieter Salomon. Pikant an dem Deal: Antoinette Klute-Wetterauer und Friedrich Klute von der Geschäftsführung und Schulleitung des Angell-Bildungsverbunds zählen zu den UnterstützerInnen des Wahlkampfes von Dieter Salomon. Auf der grünen Mitgliederversammlung gelobten sie u.a.  3.000  Unterstützungsschreiben an SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen für "Dieter". (FK)

PS: Bereits die letzte OB-Wahl 2010 offenbarte im Vorfeld einen Deal auf Gegenseitigkeit. Im Gegenzug zu einer Turnhalle der expansiven Angell-Privatschule auf dem Gelände des öffentlichen Rotteck-Gymnasium durfte Salomon in den Beirat der Angell Business-School, die jetzt von Ihrem "Dieter" bedient wird. Korrumptives grünes Milieu? Achwo, so geht Wirtschaftsförderung. (kmm)