Jutta Difurth zu Corona und den sozialen Auswirkungen: Staat der Gesundheitssystem so heruntergewirtschaftet hat, ist quasi "gezwungen" das mit autoritären Maßnahmen zu verdecken

Staat der Gesundheitssystem so heruntergewirtschaftet hat, ist quasi "gezwungen" das mit autoritären Maßnahmen zu verdecken

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Sparschwein, das mit Stetoskop einen 10 Euro schein abhört.
Auch die Behandlung von Covid-19 muss bezahlt werden. Ohne Krankenversicherung wird das kompliziert.
Quelle: 
flickr.com/Marco Verch (CC BY 2.0)

Update 21. März: Gute Besserung an Jutta Ditfurth, die am Samstagabend auf Twitter (ziemlich sicher) verkündet hat, an Covid-19 erkrankt zu sein.

Das Corona Virus breitet sich immer weiter aus. Immer mehr insbesondere ältere Menschen sterben. In Italien, aber auch im Elsass sind die kaputtgesparten Gesundheitssysteme völlig überlastet. In Reaktion auf die Pandemie schränken viele Staaten die Bewegungsfreiheit der Menschen stark ein. Auch die Stadt Freiburg verbietet ab Samstag das Betreten „öffentlicher Orte“. In der Gesellschaft wird sehr unterschiedlich über das Thema debattiert. Die einen warnen vor Hysterie, die anderen kritisieren unverantwortliches Handeln, das zum Beispiel einige jüngere Menschen an den Tag legen, die sich trotz der Ansteckungsgefahr in Menschenmengen begeben. Über Maßnahmen zur Eindämmung, die gesellschaftliche Debatte und die Auswirkungen der Corona Krise haben wir mit der politischen Aktivistin, Publizistin Medizinsoziologin Jutta Ditfurth gesprochen. Sie hat lange über die Situation im Pflegebereich geforscht und spricht sich im Interview für körperliche Distanz, aber gegen Ausgangssperren aus.