Vertrauensvorschuss für die Leitungen im Kampf für Entlastung an den Unikliniken: "Der Erfolg des Tarifvertrags ist, dass man ihn schnell wieder kündigen kann."

"Der Erfolg des Tarifvertrags ist, dass man ihn schnell wieder kündigen kann."

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Die Leitungen an den Unikliniken stellt sich dem Pflegeprotest
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Foto: RDL

Am Mittwoch den 21. März hatte die Gewerkschaft ver.di den für Donnerstag und Freitag angekündigten Warnstreik an der Freiburger Uniklinik abgesagt. Eine Einigung im Tarifkonflikt an den baden-württembergischen Unikliniken um Personal-Mindestbesetzungen und ein Konsequenzenmanagement sei auf dem Weg. Am Freitag den 23. März fand statt Warnstreik trotzdem noch eine Demonstration für "Entlastung jetzt" statt. Diese zog mit etwa 120 TeilnehmerInnen von der Klinik in die Innenstadt und zurück. An der Uniklinik stellte sich dann auch der Vorstand und der Aufsichtsrat der Uniklinik dem Protest. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Clemens Benz und Pflegedirektor Helmut Schiffer sprachen zu den Protestierenden und vermieden es explizit sich dafür zu entschuldigen, dass sie den Beschäftigten aufgrund des vormals angekündigten Wanstreik vorgeworfen hatten, mit der Gesundheit der Patienten zu spielen. Dass die sogenannten Arbeitgeber mit dem sich anbahnenden Tarifvertrag auf Probe trotzdem einen Vertrauensvorschuss erhalten, gefällt nicht allen Beschäftigten am Uniklinikum. Das wurde bei der Demonstration am Freitag deutlich. Radio Dreyeckland sammelte Reden und sprach mit Irene Gölz, der ver.di Verhandlungsführerin im Tarifkonflikt, einem Mitglied der Tarifkommission und einem Physiotherapeut aus der Freiburger Uniklinik.