Bewertung des Abschlusses im öffentlichen Dienst: Warum hat die Gewerkschaft ver.di keinen offensiveren Tarifkampf für die unteren Lohngruppen geführt?

Warum hat die Gewerkschaft ver.di keinen offensiveren Tarifkampf für die unteren Lohngruppen geführt?

Charlie-Chaplin-Genua.JPG

Charlie Chaplin Wandbild in Genua
Charlie Chaplin Wandbild in Genua
Quelle: 
Foto RDL: Graffity in Genua

In vorletzten Woche haben sich Bund, Städte und Gemeinden und die Gewerkschaft ver.di nach einigen Warnstreiks in ganz Deutschland auf einen Tarifvertrag im öffentlichen Dienst geeinigt. Die Gehälter werden in drei Stufen angehoben, um 3,2 Prozent in 2018, in den kommenden beiden Jahren dann um 3,1 und 1,1 Prozent. Ursprünglich hatte verdi 6 Prozent mehr Lohn für alle, und mindestens 200 Euro mehr für die unteren Lohngruppen gefordert.

Verdi-Chef Frank Bsirske erklärte nach dem Abschluss nun, es gebe keinen, der über die Tariflaufzeit ein geringeres Plus als 175 Euro im Monat erhalte. „Wir haben ganz viele, die zwischen 200 und 300 Euro liegen und durchaus eine ganze Reihe, die zwischen 300 bis 400 und zum Teil darüber angehoben werden.“ Über diesen Tarifabschluss haben wir mit Dr. Rolf Geffken, Arbeits-, Wirtschaftsrechtler und Autor aus Hamburg gesprochen.