Reaktion auf Räumung der besetzten Häuser: Lautstarke, von Freiburger Polizei drangsalierte Hausbesetzungsdemo

Lautstarke, von Freiburger Polizei drangsalierte Hausbesetzungsdemo

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Foto: RDL

Etwa 130 Menschen zogen in Freiburg am Samstagabend zwei Tage nach der Räumung der Hausbesetzungen in der Klarastraße 17 und der Mozartstraße 3 laustark durch den Stühlinger und über die Blaue Brücke ins Grün. Die Demonstration, die am Stühlinger Kirchplatz startete wurde von Anfang an von einem völlig überdimensionierten Polizeiaufgebot begleitet. 3 Karnelvalsmasken reichten der Polizei um den Zug kurzzeitig ganz zu stoppen. Klaren Rechtsbruch beging die Freiburger Polizei mal wieder in dem sie die Versammlung ohne dass diese auch nur im Ansatz einen gewalttätigen Charakter hatte, abfilmte. Im Stühlinger ging es an der Klarastraße 17 vorbei, deren Besetzung in der Nachbarschaft viel positive Resonanz erfahren hatte und auch an der Guntramstraße 44, die ebenfalls kurzzeitig besetzt war und wo der Eigentümer vorher mit einer höchst fragwürdigen Eigenbedarfskündigung sämtliche MieterInnen vertrieben hatte. Forgesetzt lief eine Polizeireihe nur wenige Zentimeter vor dem Fronttransparent. Auch an der Seite begleitete die Polizei die Demonstration immer wieder so eng, dass man den Eindruck hatte, hier soll eine Rangelei provoziert werden und interessierte Dritte abgeschreckt werden. Neben Kritik an den Räumungen und dem Leerstand wurde in Reden und Parolen auch immer wieder die Tatsache angeprangert, dass einerseits Häuser leerstehen, andererseits Flüchtlinge in Sammellagern auf engstem Raum ohne Privatsphäre leben müssen. Der sehr lautstarke Ausflung endete vor der leerstehenden Stadtbauwohnung an der Ecke Belfortstraße/ Adlerstraße. Zum Abschluss gabs noch ein Feuerwerk zu hören und sehen. Radio Dreyeckland begleitete die Demonstration und sammelte akustische Eindrücke und Reden.