Das Festival neigt sich dem Ende zu, der Markt ist quasi geschlossen, Zeit für ein kleines Resümée. Bisher liefen von den insgesamt 20 Wettbewerbsfilmen 16, vier werden noch morgen und übermorgen zu sehen sein. Von den 16 bisher gezeigten...
Es ist endlich soweit, ich habe meinen Festivalfavoriten. Habe ich bisher zwar durchaus gute Filme gesehen, war eigentlich kein Film dabei, der mich so richtig begeistert hat. Das hat sich heute Morgen geändert. Gerade komme ich aus der...
Neben dem Filmfestival findet ja hier in Cannes parallel auch noch der weltgrößte Filmmarkt statt, auf einer riesigen Messe im Untergeschoss und einem Nebengebäude des Filmpalais, hier werden Filmrechte gehandelt, Unmengen von Produzenten...
« Stranded » von Roger Christian hat ja auch meine Kollegin Angelique bereits erwähnt : Ein mehr als überflüssiger Sci-Film der billigeren Sorte, der wohl einzig allein dadurch Aufmerksamkeit auf...
Wiie üblich, ist es kaum zu schaffen, mit der Schreiberei hinterherzukommen, so sehr ist man damit beschäftigt, von einem Film zum nächsten zu hetzen, Blicke auf Stars zu erhaschen und Karten (die hier "Einladungen" heißen) für weitere...
Oder vielmehr hat es irgendwie nicht aufgehört, seit das Festival begonnen hat. Schien am Dienstag, am Tag meiner Anreise noch die Sonne, und es versprach, eine herrliche Woche zu werden, zog es ab Mittwoch zu, und die Wolken wollen...
Herzschmerz und eklige Aliens – Was will man mehr ?
Cannes – Es geht looos!
Nach meiner Kollegin Angelique melde auch ich mich jetzt live aus Cannes… Hocherfreut, wohlgemerkt, denn schmeichelt es nicht jedem/r von uns, wenn die eigene...
Gestern, am Tag unserer Ankunft, herrschte in Cannes noch strahlender Sonnenschein. Auch wenn es am Abend auf der Terrasse doch empfindlich kühl wurde. Heute hat sich im Laufe des Tages das Wetter sukzessive verschlechtert und zur Zeit (ca...
Film des Monats April im Kommunalen Kino ist Searching for Sugarman, eine Dokumentation über den us-amerikanischen Singer- & Songwriter Rodriguez. Anfang der 70er hatte Rodriguez in den USA zwei Platten aufgenommen, denen aber kein...
Update: Wie Michael Wiedemann am Sonntagvormittag RDL gegenüber erklärte, sei noch am Freitagabend der "mit Täuschung" erwirkte Mietvertrag gekündigt worden. Dies hinderte Pius-Brüderanhänger nicht, Polizeischutz für die Bepöbelung ihrer...
Regisseur Tobias Müller über seinen Film: "Die Zeit der Bauernhöfe mit Milchvieh, Schwein & Huhn ist vorbei. Um so überraschter war ich, dass in meinem Nachbardorf Jungbauer Philipp alles in die Waagschale wirft, um den elterlichen Hof...
Margarethe von Trotta hat kein Biopic über das Leben Hannah Arendts gedreht, sondern sich auf die Jahre des Eichmann-Prozesses, ihres Buchs 'Eichmann in Jerusalem' und die heftigen Reaktionen darauf beschränkt. Herausgekommen ist ein Film...
Das 'Haus des Dokumentarfilms - Europäisches Medienforum Stuttgart e.v.' ist eine Institution die sich der Förderung, Forschung und der Sammlung des Dokumentarfilms verschrieben hat. Zudem werden dort regelmäßig Dokumentarfilme...
Die Filmfestspiele in Cannes sind vor einer guten Woche zu Ende gegangen. Naturgemäß habe ich es nicht geschafft, alle 22 Wettbewerbsbeiträge oder auch nur annähernd die Hälfte der Filme im Certain Regard zu schauen. Aber von den Wettbewerbsfilmen habe ich immerhin 12 gesehen und, was bemerkenswert ist, bis auf einen waren sämtliche Preisträger dabei.
Hier zunächst eine Übersicht der prämierten Filme bzw. Darsteller/innen:
Beste weibliche Hauptdarstellerin: Cosmina Stratan und Cristina Flutur in Dupã Dealuri (Beyond the hills) Dieser Preis ging zu gleichen Teilen an die beiden Hauptdarstellerinnen aus Cristian Mungius extrem sehenswerten (wenn auch sehr langem) Drama. (Cristian Mungiu wurde im übrigen 2007 für seinen Film Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage in Cannes mit der goldenen Palme ausgezeichnet.)
Grand Prix: Matteo Garrone für Reality Der Grand Prix geht an den originellsten Wettbewerbsfilm beziehungsweise jenen, der den größten Forschergeist aufweist. Ursprünglich hatte der Grand Prix denselben "Wert" wie die Goldene Palme und zeichnete des besten Film in der Kategorie «art et essai» aus (während mit der Goldenen Palme Filme ausgezeichnet wurden, die eher einem Massenpublikum zugedacht waren). Doch konsequent umgesetzt wurde diese Unterscheidung nie und heute gilt der Grand Prix definitiv als weniger wichtig als die Goldene Palme.
Und hier kommen die letzten Kurzkritiken, bevor die Tore geschlossen werden - denn heute ist der letzte Tag des Festivals!
- "Miss Lovely", Regie: Ashim Ahluwalia (Indien) Ein weiterer der indischen Independent-Filme auf dem diesjaehrigen Festival (siehe vorne die Kritik zu "Gangs of Wasseypur"), und leider wieder kein Renner: Der mit wackelnder Kamera und wenig Budget gedrehte Film erzaehlt von zwei Bruedern, die illegal kleine schmutzige Filme drehen (Erotik, Horror, Schraeges), alles Themen, die die staatliche Zensur offenbar nicht gestattet, um kleine Kinos mit verbotenem Schmutz zu versorgen. Waehrend der aeltere der Beiden ein recht abgebruehter Geschaeftsmann ist, erweist sich sein Bruder als sensible Seele, empfindsam und etwas naiv, der sich Hals ueber Kopf in eine schoene Taenzerin und Darstellerin verliebt. Aber weder die Geschaefte noch die Liebe wollen so, wie man es gerne haette...
"A perdre la raison" (zu deutsch etwa: Den Verstand verlieren), des noch recht jungen belgischen Regisseurs Joachim Lafosse (geboren 1975), der seit 2004 abendfuellende Featurefilme dreht, vom dem ich persoenlich aber bisher noch nichts gehoert hatte. Die Handlung des Films (Lafosse ist zugleich einer der drei Drehbuchautoren) basiert lose auf einer wahren Geschichte, ohne aber dokumentarisch diese wiedergeben zu wollen. Worum es geht? Ich werde den Schluss hier nicht veraten, aber der Film erzaehlt von einem jungen Paar (Murielle und Mounir), das eine Familie gruendet und Kinder bekommt (ungewoehnlich, was?). Der junge Mann stammt aus einer armen marokkanischen Familie, ein wohlhabender Arzt hatte ihn damals als Kind adoptiert, mit dem Einverstaendnis der marokkanischen Eltern, und mit nach Belgien genommen. Murielle versteht sich gut mit ihrem aelteren Schwiegervater, und da das Paar wenig Geld hat, beschliessen sie, das Angebot des einsamen aelteren Herrn anzunehmen und zu ihm in sein Haus zu ziehen. Und auch seine grosszuegigen finanziellen Zuwendungen anzunehmen.