Rechtswidriger Polizeieinsatz in der LEA Ellwangen?: Abgeschobener Alassa M. klagt gegen Polizeieinsatz im Flüchtlingslager Ellwangen

Abgeschobener Alassa M. klagt gegen Polizeieinsatz im Flüchtlingslager Ellwangen

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Demonstration in Ellwangen am 9. Mai 2018
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Foto: RDL

In der Landeserstaufnahmestelle Ellwangen ereignete sich am 3. Mai ein Großeinsatz der Polizei. Über 500 PolizistInnen stürmten nachts die Zimmer in der Flüchtlingsunterkunft. Die Zimmertüren wurden eingetreten. Einige Tage zuvor war in Ellwangen eine Abschiebung nach Italien verhindert worden. Das hatte bundesweit zu einer rassistisch aufgeladenen Hetze gegen Flüchtlinge durch Medien und Politik geführt. Wir haben immer wieder über das Thema und auch die folgenden Strafverfahren berichtet. Nun hat Alassa M. Der mittlerweile nach Italien abgeschoben wurde, Klage gegen den Polizeieinsatz eingelegt. Wir haben mit seinem Anwalt Roland Meister gesprochen, der im Interview beklagt, dass die Polizei sich nicht an den Grundsatz der Unverletzlichkeit der Wohnung halte. „Der aus Kamerun stammende Kläger ist einer der profilierten und öffentlich bekannten Sprecher des Anliegens der Flüchtlinge in Ellwangen und Kritiker der seiner zeitigen polizeilichen Großrazzia.“ schreibt Roland Meister.

Personen, die sich als SprecherInnen für andere einsetzen, werden von den Strafverfolgungsbehörden gerne als Rädelsführer bezeichnet und oft kriminalisiert. Wie kam Alassa M. in die Position des Sprechers für die Flüchtlinge in Ellwangen? 12:46

Wir hatten auch die Möglichkeit mit Alassa M. selber zu sprechen. Zunächst wollten wir wissen, wie es ihm aktuell in Italien geht? 7:50